Kultur

Deutschland und USA einigen sich auf Suche nach NS-Raubkunst

20 Jahre nach Verabschiedung der "Washingtoner Prinzipien" haben sich Deutschland und die USA erneut zu einer rückhaltlosen Aufklärung des NS-Kunstraubs verpflichtet. In Berlin unterzeichneten beide Seiten eine Erklärung, nach der von Nazis geraubte Kunstwerke "wo immer möglich" an Erben der einstigen Besitzer zurückgegeben werden sollen oder eine andere "faire und gerechte Lösung" zu finden ist.

Grütters und Eizenstat nahmen an der Konferenz teil SN/APA (dpa)/Wolfgang Kumm
Grütters und Eizenstat nahmen an der Konferenz teil

"Die Aufarbeitung des nationalsozialistischen Kunstraubes ist eine bleibende Verpflichtung - besonders für Deutschland", erklärte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) am Montag bei einer Konferenz. "Auch 20 Jahre später werden wir nicht nachlassen, dieser Verantwortung gerecht zu werden."

In der "Washingtoner Erklärung" hatten sich 1998 mehr als 40 Staaten erstmals verpflichtet, die Verbrechen der Nazis gegenüber Kunstsammlern und -händlern aufzuklären und eine Einigung mit den Nachfahren der Opfer zu suchen. An der jetzigen Bekräftigung nahmen neben Grütters auch Außenamts-Staatsministerin Michelle Müntefering (SPD) sowie die beiden US-Sonderbeauftragten für Holocaust-Fragen, Stuart Eizenstat und Thomas Yazdgerdi, teil.

Bei der bis Mittwoch laufenden Konferenz wollen mehr als 1.000 Fachleute aus aller Welt eine Bilanz der bisherigen Aufklärungsarbeit ziehen und neue Aufgaben festlegen. Die Tagung findet auf Einladung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste in Magdeburg statt. Das Geld kommt vor allem aus dem Haushalt von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU).

Quelle: Apa/Dpa

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