"Die schonungslose Intensität seines Musizierens ist ansteckend und berührend zugleich", begründete der Künstlerische Leiter der Schostakowitsch Tage, Tobias Niederschlag, warum die Wahl auf Nelsons gefallen ist. Nelsons zeigte sich laut der Aussendung erfreut über den Preis: "Schostakowitschs Musik ist tief in meinem Herzen verwurzelt."
Nelsons wurde 1978 in Riga geboren, er bezeichnet sich selbst als ein "Kind der spätsowjetischen Ära", in der er mit der Musik von Schostakowitsch förmlich aufgewachsen sei. Für seine Einspielung der Symphonien 4 und 11 von Schostakowitsch mit dem Boston Symphony Orchestra erhielt Nelsons jüngst den Grammy für die Beste Orchester-Performance. Nelsons ist Chefdirigent und Musikdirektor des Boston Symphony Orchestra sowie Kapellmeister des Leipziger Gewandhausorchesters.
Zu den bisherigen Trägern des Internationalen Schostakowitsch Preises Gohrisch zählen die Dirigenten Gennadi Roszhdestvensky und der Geiger Gidon Kremer.