Kultur

Gemäldesammlungen Bayern erleichtern Suche nach NS-Raubkunst

Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen wollen das Auffinden von NS-Raubkunst in ihren Beständen erleichtern. Dazu werde man die Zugangsbücher aus dieser Zeit online stellen, sagte Sammlungsdirektor Bernhard Maaz am Mittwoch in München. In diesen Büchern ist verzeichnet, welche Kunstwerke zwischen 1933 und 1945 in die Sammlung gelangten und woher sie stammen.

Die jährliche Pressekonferenz der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen SN/APA (dpa)/Lino Mirgeler
Die jährliche Pressekonferenz der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen

So könne man von jedem Ort der Welt aus Verdachtsfälle prüfen. Parallel läuft die Provenienzforschung weiter. Maaz verwies auch auf besondere Ausstellungen in diesem Jahr. Den Auftakt macht "Utrecht, Caravaggio und Europa" in der Alten Pinakothek, die bereits am 17. April startet. Vom 24. Mai an feiert das Museum Brandhorst in München sein zehnjähriges Bestehen mit einer Sonderschau mit Neuerwerbungen und besonderen Werken. Im Herbst folgt dann eine Ausstellung mit Werken des gefeierten flämischen Malers Anthonis van Dyck (1599-1641).

2018 erfreuten sich die Museen der Staatsgemäldesammlungen großer Beliebtheit, die neben den Pinakotheken in München auch Zweigstellen in zwölf bayerischen Städten haben. Sie verkauften insgesamt mehr als 1,6 Millionen Eintrittskarten, gut 200.000 mehr als im Jahr zuvor.

Quelle: Apa/Dpa

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