Kultur

Große Spende für Konservierung von Goethes Privatbibliothek

Für die Konservierung von Goethes Privatbibliothek ist eine große Spende geflossen. 32.000 Euro steuert der Freundeskreis des Goethe-Nationalmuseums bei, wie dieser am Wochenende in Weimar mitteilte. Derzeit wird die Privatbibliothek des Dichters, die 5.424 Titel in etwa 7.200 Bänden umfasst, konserviert. Eine Bestandsanalyse hatte ergeben, dass 67 Prozent der Bücher Säureschäden aufweisen.

Stockflecken haben knapp die Hälfte der Werke, fast jedes vierte Buch wird von Knicken verunziert. Verschmutzt vom vielen Gebrauch und den Jahren sind weniger als 20 Prozent.

Goethes Bibliothek aus seinem Wohnhaus umfasst Werke zu verschiedenen Wissensgebieten vom 16. Jahrhundert an. Sie soll nach der Sanierung des Gebäudes wieder ihren Platz im Arbeitszimmer des Dichters und Naturforschers (1749-1832) einnehmen. Der Vorsitzender des Freundeskreises, Dieter Höhnl, übergab die Spende am Freitag an den Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Reinhard Laube.

Die Konservierungsmaßnahmen liegen in den Händen der Spezialisten der Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Sie haben darin große Erfahrung: Bei einem verheerenden Großfeuer in der Bibliothek waren 2004 mehr als 50.000 Bücher Opfer der Flammen geworden. Weitere 118.000 wurden von Ruß, Feuer und Wasser beschädigt, darunter 25.000 sogenannte Aschebücher, die außen verkohlt und innen teilweise intakt waren.

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