Kultur

Hamburger Haus der Photographie zeigt Fotos von Michael Wolf

Seine Fotografien von Menschen in überfüllten U-Bahnen in Tokio machten ihn berühmt: Das Haus der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen zeigt von Samstag an bis 3. März Arbeiten des deutsch-amerikanischen Fotografen Michael Wolf. Zu sehen sind zwölf Werkserien und die riesige Wandinstallation "The Real Toy Story" (2004-2018), die mit 23 x 4,5 Meter ihre bisher umfangreichste Größe erlangt.

Mehr als 20.000 Billigspielzeuge "Made in China" bilden den Rahmen für Porträtfotos von Arbeiterinnen in chinesischen Spielzeugfabriken. "Michael Wolfs Arbeiten reflektieren die Lebensbedingungen in Metropolen wie Hongkong, Tokio, Chicago und Paris und greifen Themen wie Bevölkerungsverdichtung, Massenkonsum, Privatsphäre und Voyeurismus auf", teilten die Deichtorhallen mit.

Michael Wolfs Studium der visuellen Eigenheiten des modernen Stadtlebens begann in Hongkong. Hongkong ist seit 1994 sein Zuhause und wurde der Hauptgegenstand seiner Forschung und das Thema vieler seiner Serien. In der Serie "100 x 100" (2006) porträtiert er hundert Bewohner eines Wohnkomplexes in Hongkong, die auf knapp neun Quadratmetern leben. Seine Serie "Tokyo Compression" mit Passagieren, die gegen die Fenster der überfüllten U-Bahn in Tokio gepresst sind, zeigt ebenso eindrücklich die räumliche Enge in einer Mega-Stadt.

Quelle: Apa/Dpa

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