Kultur

"Haus der Geschichte Österreich": Kleines Haus, große Wirkung

100 Jahre Republikswerdung, komprimiert auf 800 Quadratmetern: Das "Haus der Geschichte Österreich" öffnet am Samstag seine Pforten. Was es kann - und was fehlt.

Es sind die Kontraste, die gewollten Brüche und Spannungen, die das neu gegründete Haus der Geschichte Österreich prägen. Da thront ein Chanukkaleuchter unmittelbar neben Karteikarten, auf denen die Biografien von NS-Verbrechern österreichischer Provenienz vermerkt sind. Da sind Fotos mit drangsalierten Juden unmittelbar neben Jubeldokumenten von der Staatsvertragsunterzeichnung platziert. Da läuft ein Video des "Herrn Karl" neben Plakaten und Objekten, die das Wirtschaftswunder und die österreichischen Sporterfolge der Nachkriegszeit preisen. Da ist der Aufbruch nach Europa dargestellt, und gleich daneben steht eine jener aus Flughafenterminals bekannten Schleusen, die die Menschheit in "EU-Citizens" und "Others" scheidet.

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