Kultur

"Land des Lächelns" in Mörbisch auch für Kinder

Die Seefestspiele Mörbisch feiern am 11. Juli mit Franz Lehars "Das Land des Lächelns" Premiere. Zuvor wird der Operettenklassiker in einer verkürzten Version auch für Vor- und Volksschulkinder zu sehen und zu hören sein, teilte der künstlerische Direktor Peter Edelmann am Donnerstag in Mörbisch mit. Das Buch stammt aus der Feder von Gernot Kranner. Die Nachfrage sei sehr groß, hieß es.

"Es ist praktisch voll, aber wir versuchen noch Zusatzvorstellungen zu machen", erzählte Edelmann. Aktuell seien sechs Vorstellungen in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien - von 24. bis 26. Juni - geplant. "Wir schauen, dass wir auf acht Vorstellungen kommen und vielleicht sogar eine neunte finden. Es ist schwierig, weil wir haben ja Probenbetrieb im Juni. Aber das ist uns sehr wichtig und wir möchten eben keine Kinder wegschicken", so Edelmann.

Gespielt wird nicht auf der großen Seebühne, sondern witterungsgeschützt auf einer kleinen Kinderbühne auf dem Areal der Seefestspiele - und zwar etwa eine Schulstunde lang. "Wir singen die schönsten Lieder und wir erzählen die Geschichte und auch ein bisserl drum herum. Also auch, wie ein Orchester funktioniert, was das für ein Leben als Sänger ist, welche verschiedenen Stimmen es gibt - hohe und tiefe und wie die heißen. Und die Kinder sollen mitmachen. Das Interaktive ist ganz wichtig. Sie singen und sie tanzen und sie musizieren sogar mit Luftinstrumenten mit", schilderte Kranner der APA.

Unterstützt wird die Kinderproduktion vom Land Burgenland und von Sponsoren. Für Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz sei die Fortsetzung der Kinderoperette im heurigen Jahr nach dem Erfolg im Jahr 2018 - mehr als 2.000 Schüler waren bei acht Vorstellungen - naheliegend gewesen. "Den Kindern kann Gesang, Kultur und Musik in dieser Form am besten vermittelt und nähergebracht werden", sagte Zitz.

Edelmann empfiehlt Eltern, mit den Kindern auch zur "großen Vorstellung" zu kommen. "Es ist auf Deutsch, es ist lustig, es hat viel Humor, die Geschichten sind leicht zu verstehen. Es ist immer eine schöne Liebesgeschichte. Es gibt Kostüme, es ist bunt, schön zum Anschauen, Tänze, ins Ohr gehende Melodien. Opern sind oft überhaupt nicht kindgerecht. Deswegen sage ich: Operette ist ein absoluter Einstieg für Kinder fürs Musiktheater", meinte der Künstlerische Direktor.

Quelle: APA

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