Kultur

Literaturtage Steyr mit Autorinnen als Hommage an Haushofer

Die 4. Literaturtage Steyr verstehen sich als Hommage an die oberösterreichische Autorin Marlen Haushofer (1920-1970) und bringen ausschließlich Autorinnen auf die Bühne. Das ursprünglich zu Pfingsten geplante Festival findet - bei freiem Eintritt - nun mit Coronaschutzmaßnahmen im Museum Arbeitswelt statt. Eröffnen wird am Freitag Marlene Streeruwitz mit einer Lesung aus dem Roman "Flammenwand".

Intendantin Karin Fleischanderl ortet zwar Verbesserungen für Autorinnen, "dennoch gibt es noch immer den 'Riss im Zentrum', den Ausschluss aus der patriarchalen Kultur. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, 2020 ausschließlich Schriftstellerinnen einzuladen", begründete sie den Entschluss.

Auch heuer gibt es am ersten Abend eine Slamshow. Die Spoken-Word- und Rap-Künstlerin Jessy James La Fleur aus Berlin folgt auf den Auftritt von Marlene Streeruwitz. Am Samstag lesen Evelyn Grill und Sibylle Lewitscharoff in einer Matinee ihre Lieblingspassage aus dem Werk Haushofers, die einen Großteil ihres Lebens in Steyr verbrachte, und sprechen darüber mit der Literaturwissenschafterin Daniela Strigl.

Samstagnachmittag kommt neben Grill - mit ihrem ihren aktuellen Roman "Der Begabte" - und Lewitscharoff ("Von oben") Gertraud Klemm ("Hippocampus") auf die Bühne. Zuvor stellen Raphaela Edelbauer sowie Angela Lehner ihre Debütromane "Das flüssige Land" bzw. "Vater unser" dem Literaturpublikum in Steyr vor. Zur Abschlussmatinee am Sonntag spielt die Dialektband Dritte Hand gemeinsam mit der Schriftstellerin Ann Cotten deren schräge Lieder.

Quelle: APA

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