Kultur

Nachbau eines Barytons im Stift Melk präsentiert

Im Stift Melk ist der originalgetreue Nachbau eines seltenen Barockinstrumentes vorgestellt worden. Es handelt sich laut einer Aussendung vom Freitag um ein Baryton, das in der HTBLA Hallstatt hergestellt wurde. Bei den Internationalen Barocktagen Stift Melk soll es am Pfingstsonntag erstmals öffentlich erklingen.

Ein Baryton ist ein Musikinstrument meist in Cellogröße, das zu seiner Hochblüte im 17. und 18. Jahrhundert insbesondere beim Adel beliebt war. Das im Musikarchiv des Stiftes Melk beheimatete Exemplar ist mit einer Gesamtgröße von 90 Zentimetern laut der Aussendung der Wachau Kultur Melk GmbH allerdings deutlich kleiner und damit eine Rarität. Insgesamt sollen nicht mehr als vier Modelle seiner Art erhalten sein. Das Original wurde in den 1760er Jahren von dem Passauer Geigen- und Lautenmacher Simon Schödler hergestellt.

Etwa 250 Jahre später fertigte Jakob Nachbargauer einen Nachbau als Abschlussarbeit an der Fachschule für Streich- und Saiteninstrumentenerzeugung der HTBLA Hallstatt an. Um die 1.200 Arbeitsstunden - von der Planung bis zur Fertigstellung - wurden in das Gesellenstück investiert.

Das Replikat wird bei den Internationalen Barocktagen Stift Melk aus der Taufe gehoben und im Zuge des Nachtkonzertes "Aus noblem Hause" im Gartenpavillon am Pfingstsonntag von Vittorio Ghielmi erstmals öffentlich bespielt. Neben barocken Werken wird es auch eine speziell für diesen Anlass gefertigte Komposition von Ghielmi selbst zu hören geben.

Quelle: APA

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