Kultur

Oberösterreich zahlt "Mindestsicherung" für freie Künstler

Das Land Oberösterreich unterstützt ab 5. Mai freischaffende Künstler sowie Kunstvermittler, die wegen Coronabeschränkungen in Not geraten sind, aber nicht für Hilfsmaßnahmen des Bundes infrage kommen. Betroffene können bei der Kulturdirektion quasi eine Mindestsicherung von 917,35 Euro monatlich beantragen. Die Höhe orientiert sich am Richtsatz der bedarfsorientierten Mindestsicherung.

Das 580-Mio.-Euro-Hilfspaket des Landes beinhaltet auch einen Härtefallfonds für Sport und Kultur in Höhe von fünf Millionen Euro. Daraus wurden bereits verschiedene Hilfen für Vereine gesetzt. Ab 5. Mai kommt nun jene finanzielle Unterstützung für Freischaffende hinzu, die maximal für drei Monate gewährt wird. "Mit dem neuen Härtefonds für Künstlerinnen und Künstler und unseren laufenden Förderprogrammen können wir oberösterreichische Kulturschaffende bei ihrer Tätigkeit aktiv und bestmöglich unterstützten und ihnen in der aktuellen Notsituation mit Soforthilfemaßnahmen zur Seite stehen", erklärte Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP).

Die Kulturplattform Oberösterreich reagierte erfreut auf die neuen Hilfsmaßnahmen. "Dass angesichts dieser existenzbedrohenden Krise ein kulturpolitisches Umdenken stattfindet und der Landeshauptmann die notwendigen Gelder freigibt, ist jedenfalls zu begrüßen", so Geschäftsführer Thomas Diesenreiter.

Der Kultursprecher der oö. Grünen, Severin Mayr, sah in dem Härtefallfonds die Erfüllung seiner Forderung nach Arbeitsstipendien für Künstler, wenn auch unter einem anderen Namen. Das Land, das auf bestehende Stipendien aufmerksam gemacht hat, habe zwar keine weiteren geschaffen, das neue Instrument wende sich aber genau an jene Gruppen, für die es noch keine Arbeitsstipendien gebe.

Quelle: APA

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