Kultur

Pountney kreiert 40. Linzer Klangwolke

Der langjährige frühere Intendant der Bregenzer Festspiele, David Pountney, wird zum 40-Jahr-Jubiläum die visualisierte Klangwolke in Linz inszenieren. Mit "Solar", so der diesjährige Titel, haben er und sein Team ein "Stück über die Sonne" in fünf Akten kreiert, erklärte der Regisseur in einer Pressekonferenz am Freitag. Mit sieben Schiffen wird am 7. September für eine Stunde die Donau bespielt.

Die Textelemente werden "sehr, sehr kurz", meinte Pountney, dafür stehen die Musik, ausgehend von Anton Bruckners "Achten", und der Tanz im Vordergrund. Es ist aber keine Hommage an die Sonne, sondern in den fünf Akten wird vor allem die Beziehung der Menschheit zu dem heißen Planeten von damals über das Heute bis ins Morgen visualisiert. "Die Projektionsfläche wird eine Disc - nicht quadratisch - mit einem Durchmesser von 20 bis 30 Metern" erläuterte David Haneke seine Pläne für die Videoinstallation der Klangwolke. Der Sohn des Filmemachers Michael Haneke verwendet für das Videodesign Bilder der NASA von der Sonne.

Das Ende von "Solar" werde eine Überraschung, erklärte LIVA-Direktor und Intendant des Brucknerhauses Dietmar Kerschbaum. Nur soviel: Das Publikum werde am Ende mitspielen. Seit der ersten Klangwolke 1979 als spektakuläre Eröffnung des Ars Electronica-Festivals im Rahmen des Brucknerfestes habe sie sich zu "einem Linzer Wahrzeichen mit einer Strahlkraft weit über Österreich hinaus entwickelt", so Kerschbaum weiter.

Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) verwies auf die "brennende Aktualität" des diesjährigen Themas vor dem Hintergrund der weltweiten Klimakrise. Speziell das Wetter ist bei der Klangwolke immer der größte Unsicherheitsfaktor. Dennoch ist in der 40-jährigen Geschichte das Event auf der Donau und am Ufer vor dem Brucknerhaus nur einmal wegen einer Sturmwarnung abgesagt worden, sagte der Bürgermeister.

Wie bereits in den vergangenen drei Jahren ist auch heuer die Sparkasse OÖ wieder Hauptsponsor. Das werde auch bis 2021 so bleiben, meinte Generaldirektor Michael Rockenschaub.

Quelle: APA

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