Kultur

Prächtiger "Ring" zum Ende der Ära Meyer in der Staatsoper

Das nennt man wohl einen anständigen Ausstand: Ab Sonntag (15. März) ist der letzte "Ring des Nibelungen" unter Ägide von Staatsoperndirektor Dominique Meyer zu hören. Und bei der Besetzung müssen sich die Repertoirevorstellungen nicht hinter den großen Festivalpremieren der Wagner-Tetralogie verstecken.

Letzte Runde der Meyer-Intendanz SN/APA (Archiv)/HERBERT NEUBAUER
Letzte Runde der Meyer-Intendanz

Der von Sven-Eric Bechtolf gestaltete "Ring" an der Staatsoper stammt aus den Jahren 2007 bis 2009, mithin aus der Zeit vor Meyers Amtsantritt. Seither waren die einzelnen Teile der Inszenierung zwischen 19 und 29 Mal im Haus am Ring zu sehen. Aber bei der letzten Runde der Meyer-Intendanz lässt sich die Staatsoper nicht lumpen und wartet mit zwei hochkarätigen Sängerdebüts auf.

So wird der 49-jährige Publikumsliebling Andreas Schager nun erstmals auch im Haus am Ring als Siegmund in der "Walküre" zu hören sein. Mit Spannung erwartet wird auch der Alberich des britischen Baritons Leigh Melrose, der sein Hausdebüt jüngst in Olga Neuwirths "Orlando" als Shelmerdine/Greene gab und ansonsten eher auf Zeitgenössisches gebucht ist. "Alberich habe ich nur aufgrund der Beschaffenheit seines besonderen Charakters herausgepickt", unterstrich der Sänger denn auch im Staatsopernmagazin: "Ich möchte andere Gipfel erklimmen."

Ansonsten formiert sich eine Runde aus echten "Ring"-Experten zwischen 15. März ("Rheingold") und 28. März ("Götterdämmerung"), wenn etwa Tomasz Konieczny erneut als Wotan/Wanderer, Nina Stemme als Brünnhilde, Stephen Gould als Siegfried und Ain Anger als Hunding zu erleben sind. Auch Elisabeth Kulman kehrt nach fünf Jahren Absenz in die Staatsoper als Fricka zurück. Und schließlich führt im Graben mit Adam Fischer ebenfalls ein Routinier durch die 16 Stunden des Wagner'schen Geschmeides.

Bei den reinen Opern belässt man es dabei nicht. Bereits am Donnerstag (12. März) gibt es in der Studiobühne Walfischgasse die Einführung in den "Ring für Anfänger", bei dem Neulinge im Mythenreigen mit den Basisdaten zum Werk versorgt werden. Und am 23. März hält der einstige Agent Erich Seitter hier unter dem Titel "Wie singt man den Ring des Nibelungen?" einen Vortrag über die einzelnen Stimmanforderungen des Mammutwerkes.

Quelle: APA

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