Kultur

Schlüsselrolle für Albertina bei Moskauer Biennale im Herbst

Die Wiener Albertina ist Partner des Hauptprojekts der 8. Moskauer Biennale, und Albertina-Kuratorin Elsy Lahner wird als Mitglied eines Kuratorenteams jene Kunstwerke auswählen, die der prominente Opernregisseur Dmitri Tschernjakow als Kurator ab Ende Oktober zeigen wird. Dies erklärte die Präsidentin der Biennale, Julija Musykantskaja, am Donnerstagabend in Moskau.

"Elsy Lahner und der Expertenrat sind für die Auswahl sowohl der russischen, als auch der internationalen Projekte zuständig. Von Herrn Tschernjakow erwarten wir uns Magie und Zauberei, unterstützt wird er dabei von den Architekten Sergej Tschoban und Agnija Sterligowa", sagte Musykantskaja zur APA. Die Biennale-Verantwortliche nannte einstweilen lediglich die Russen Aleksandr Brodski und Pawel Otdelnow sowie den Österreicher Hermann Nitsch als Künstler der Hauptprojekts, das in Räumlichkeiten der Tretakow-Gallerie im Moskauer Haus des Künstlers gezeigt werden wird.

"Wir hoffen, dass es neben einem visuellen Teil auf der Biennale auch Musik von Nitsch geben wird. Wir diskutieren das einstweilen mit dem Künstler", erklärte Musykantskaja. Zudem gebe es keinen Zweifel, dass aus der wunderbaren Albertina-Sammlung zeitgenössischer Kunst einige Werke nach Moskau kommen würden, ergänzte sie.

Die ungewöhnliche Auswahl des diesbezüglich unerfahrenen Opernregisseurs Dmitri Tschernjakow als Kurator der Hauptausstellung begründete die Biennale-Verantwortliche mit dem Wunsch, dass diese Moskauer Biennale ein "Ereignis" werden solle. "Er ist ein Weltstar und zu seinen Premieren reisen Menschen aus der ganzen Welt an. Das ist ein Besonderheit, die nicht viele seiner Kollegen haben", erzählte sie.

Der 1970 geborene Tschernjakow (alternative Schreibweise: Tcherniakov) genießt nicht nur in Russland Kultstatus: Nach einer anfänglichen Zusammenarbeit mit Waleri Gergijew in St. Petersburg arbeitete er in den vergangenen Jahre vor allem im Ausland. 2019 zeigte er Inszenierungen von Hector Berlioz' "Les Troyens" an der Pariser Opéra Bastille sowie "Die Verlobung im Kloster" von Sergej Prokofjew an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin.

Quelle: APA

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