Kultur

Schönheitsorgie: Andre Hellers "Rosenkavalier" in Berlin

Es wird ein österreichischer Abend, wenn sich am Sonntag in der Berliner Staatsoper der Vorhang für den "Rosenkavalier" hebt: Andre Heller zeichnet für die Regie der Strauss-Oper verantwortlich und hat sich dabei mit der Malerin Xenia Hausner und Modeshootingstar Arthur Arbesser ein Wiener Team zur Seite geholt. Ziel sei "eine Orgie an Schönheit", wie Heller der "Presse" den Mund wässrig machte.

Andre Heller beim Medientermin zu seiner "Rosenkavalier"-Inszenierung SN/APA (dpa)/Britta Pedersen
Andre Heller beim Medientermin zu seiner "Rosenkavalier"-Inszenierung

"Das wird sicher nicht das, was man heute als Regietheater bezeichnet", stellte der 72-jährige Allroundkünstler im Interview klar. Stattdessen erwartet das Berliner Premierenpublikum ein nachgerade hypernaturalistisches, historisierendes Bühnenbild von Hausner.

Immerhin belässt Heller das Geschehen nicht im von Librettist Hugo von Hofmannsthal vorgesehenen Rokoko. Er verlegt die Handlung in das Jahr 1917, mithin die Endzeit der k.u.k.-Monarchie. Japanischer Stil für das Schlafzimmer der Marschallin, eine Benefizvorstellung, ausgestattet von Kolo Moser und Emilie Flöge oder ein Palmenhaus erwarten die Opernfreunde unter den Linden.

Diese Bühnenvision in entsprechendes Gewand zu kleiden, dafür hat der Wahl-Mailänder und Geburtswiener Arthur Arbesser 122 Kostüme entworfen und dafür bei einigen auf die Glitzerprodukte aus dem Hause Swarovski zurückgegriffen. In diese Roben schlüpft, was in der "Rosenkavalier"-Riege Rang und Namen hat, allen voran der Niederösterreicher Günther Groissböck als Baron Ochs auf Lerchenau, während Camilla Nylund die Marschallin verkörpert.

Quelle: APA

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