Ums Haus der Geschichte beginnt eine Tollerei

Vom neuen Museum am Heldenplatz ist kein Manko bekannt. Trotzdem ereifern sich der Kulturminister und der Nationalratspräsident zu einer Reform.

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Evaluieren, Diskutieren und Reformieren sind Tugenden einer Demokratie. Wird dies noch mit Expertise unterfüttert und zügig umgesetzt, kann so etwas wie demokratische Vernunft erreicht werden.

Kulturminister Gernot Blümel (ÖVP) bringt dies - gemeinsam mit Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) - nun für das Haus der Geschichte Österreich auf den Weg. Ende der Vorwoche hat er fünf in Geschichte und Museen versierte Experten berufen. Diese Kommission, die als "hochrangig" und
"international" zu rühmen ist, soll das vor zwei Monaten am Heldenplatz in Wien eröffnete Museum evaluieren und bis Jahresmitte eine "Weiterentwicklung" konzipieren. Ziel ist, das Haus der Geschichte dem Parlament - statt jetzt der Nationalbibliothek - zuzuordnen. Das wäre alles so schön, wie es klingt, gäbe es nicht eine Vorgeschichte und ein Manko.

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