Kultur

Waves-Festival lockte zum Auftakt über 1.300 Gäste

Das Waves-Festival in der Corona-Version hat zum Auftakt am Donnerstag rund 1.300 Zuschauer gelockt, das Verhältnis Online zu Public-Viewing war dabei etwa 5:1: Exakt waren es 1.115 online und 213 Besucher beim Public Viewing im WUK. Die Mischform ergab sich laut Festivaldirektor Thomas Heher aus budgetären Gründen, erwogen wurde zuvor auch ein Open-Air, eine reine Online-Version oder die Absage.

"Die jetzt realisierte Variante ist eine Mischung daraus, aber auch was wir uns aufgrund des geringen finanziellen Spielraums - uns fehlen Sponsoring- und Ticketeinnahmen - und der eingeschränkten Möglichkeiten in Zeiten von Corona leisten können", so die Erklärung von Heher gegenüber der APA. Das endgültige Line-Up war bis zum Start einer ständigen Veränderung unterworfen: "Acts konnten nicht zusagen, andere mussten absagen, im Endeffekt könnte man sagen, dass wir bereits das dritte Waves Festival dieses Jahr machen."

Das man das Wiener WUK mit Public Viewing zum Ort des Geschehens außerhalb des Webs gemacht hat, ist dem Umstand geschuldet, dass das Waves auch immer ein Branchenmeeting war: "Es haben im Endeffekt dann doch etwas mehr als 30 internationale Gäste den Weg nach Wien zum Waves angetreten, und für diese ist das eine Möglichkeit untereinander und mit den KollegInnen aus Österreich zu networken und sich auszutauschen", erläuterte Heher - und das Public Viewing biete zumindest allen anderen Gästen die Möglichkeit die Konzertaufnahmen mit Gleichgesinnten anzusehen.

Auch eine Absage stand natürlich im Raum, wie bei so vielen anderen Events im Zuge der Corona-Pandemie, jedoch war dies für Heher nicht die Option, denn im Gegenteil habe man immer versucht auf neue Gegebenheiten so gut es geht mit Alternativen zu reagieren: "Wir denken, dass das Festival als Netzwerk- und Austauschplattform für die Branche sehr wichtig ist und wir haben bei allen Varianten immer versucht das im Blick zu haben", nannte er seine Motivation dahinter. Darüber hinaus war sei es für das ganze Waves-Team auch sehr wichtig gewesen, zumindest eine abgespeckte Version des Festivals auf Schiene zu bringen, "damit die Arbeit eines ganzen Jahres nicht völlig umsonst war".

Die Option für die Künstler, ihr Konzert vorher live auf Video zu bannen, nutzten einige Musiker zumindest für kreative Umsetzungen: Stefan Weinöhrl, der Booker des Waves Festival nannte gegenüber der APA die Österreicherin Oska, die mit einem 30-minütigen One-Shot-Video, gedreht in einem Wiener Altbau, in welchem sie wahrscheinlich alle Räumlichkeiten für ihre Performance nutzt. Die Band Whales spielte über den Dächern einer portugiesischen Kleinstadt bei Nacht und nutzte Lichteffekte, um die dichte Atmosphäre zur verstärken, während Karpov not Kasparov aus Rumänien von fliegenden Schachfiguren umzingelt "uns zeigen, wie moderner Disco auszusehen hat".

(S E R V I C E - Channels des Festival Streamings sind über den Link streaming.wavesvienna.com erreichbar)

Quelle: APA

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