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Wörter sterben aus

"Fuchsschwänzeln" und "Eintopfsonntag" klingen deutsch, sind aber unverständlich. Denn Wörter können vorübergehen wie alte Zeiten.

In einem Küstenort wie Kotor grassierte die Bocche-Krankheit.
In einem Küstenort wie Kotor grassierte die Bocche-Krankheit.
So jemand erleidet keinen Knopflochschmerz.
So jemand erleidet keinen Knopflochschmerz.
Das Wort ging 1941 verloren, doch wird nachmittags noch gern geruht.
Das Wort ging 1941 verloren, doch wird nachmittags noch gern geruht.

Es gibt Wörtermörder. So ein Abkragler hat es zwar noch nicht in den Duden geschafft. Dessen Onlineausgabe spuckt auf diese Anfrage bloß "Muttermörder" als Gegenvorschlag aus. Trotzdem ist der Wörtermörder salonfähig, wenngleich auf Italienisch. So heißt eine 2010 in Venedig uraufgeführte Oper von Claudio Ambrosini. Protagonist von "Il killer di parole" ist ein Wörterbuchredakteur, der mit Streichungen beauftragt ist.

In der Regel sterben Wörter nicht so martialisch per Federstrich, sondern sie verdämmern. Irgendwann sind sie weg. Wenn sie ...

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