Kultur

Zur Causa Maldeghem: Wie bringt man ein Theater zum Leuchten?

Carl Philip von Maldeghem hat für das Schauspiel Köln dasselbe versprochen wie für das Salzburger Landestheater: "einen kulturellen Leuchtturm". Dass er in Köln damit gescheitert ist, sollte ihn nun für Salzburg anspornen.

Statt eines Leuchtturms hat Salzburg nur eine Laterne auf dem Dach seines Landestheaters. SN/landestheater salzburg/christian schneider
Statt eines Leuchtturms hat Salzburg nur eine Laterne auf dem Dach seines Landestheaters.

Da war sie wieder, die schöne Ansage vom Leuchtturm! "Das Theater kann und soll als kultureller Leuchtturm über Köln und darüber hinaus strahlen." Damit hatte sich Carl Philip von Maldeghem vor zehn Tagen in Köln als Schauspielintendant vorgestellt und zum Karrieresprung angesetzt: in die viertgrößte deutsche Stadt, zu einem um die Hälfte größeren Schauspielensemble als in Salzburg, das noch dazu versiertere und renommiertere Mitglieder hat, sowie an ein Theater, das im Auszeichnungsreigen von "Theater heute", "Deutsche Bühne", Berliner Theatertreffen, "Faust" und "Nestroy" eine viel ruhmreicher leuchtende Vergangenheit vorweist als das Salzburger Landestheater. Seit Ende der Vorwoche ist Carl Philip von Maldeghem wieder zurückkatapultiert in jenes Haus am Makartplatz, das eine kleine, hübsche Laterne ziert, die sogar von Einheimischen selten wahrgenommen wird.

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