Kultur

ARD verschiebt "Tatort" aus Rücksicht auf Berliner Opfer

Die ARD hat den für den Neujahrstag vorgesehenen "Tatort"-Krimi aus Dortmund nach dem Terror-Anschlag in Berlin verschoben.

"Tatort"-Folge "Sturm" weckt Assoziationen zu Berlin-Terror.  SN/APA (dpa)/Rolf Vennenbernd
"Tatort"-Folge "Sturm" weckt Assoziationen zu Berlin-Terror.

Der Film "Sturm" sei "ein hochspannender 'Tatort' des WDR, der mit dem Selbstmordattentat eines Islamisten endet", sagte Programmdirektor Volker Herres am Freitag.

Er wecke jedoch mit Bildern und Eindrücken "Assoziationen zum Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin".

Natürlich müsse ein "Tatort" nah an gesellschaftlichen Realitäten sein, sagte Herres weiter.

"Aber mit Rücksicht auf die Opfer, ihre Angehörigen, Betroffene und das Empfinden von Zuschauern wollen wir diesen 'Tatort' nicht am Abend des ersten Tages im neuen Jahr, sondern mit größerem zeitlichen Abstand zeigen."

Der Film werde nun auf den 29. Jänner verschoben. Stattdessen ist am Neujahrstag nun der "Tatort: Söhne und Väter" vom Hessischen Rundfunk vorgesehen, der ursprünglich am 29. Jänner laufen sollte.

Der ORF hat für den 1. Jänner keinen "Tatort" programmiert. Der nächste geplante "Tatort" mit dem Titel "Land dieser Zeit" (Regie: Markus Imboden) läuft am 8. Jänner um 20.15 Uhr auf ORF 2.

Quelle: Apa/Dpa

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