Kultur

Avantgardistische Übungen

Eine kaum bekannte Seite des französischen Nationaldichters Victor Hugo: Das Leopold Museum zeigt das malerische Werk Hugos, der kein Maler sein wollte, aber seiner Zeit voraus war.

Als Ivan Ristic, Kurator des Leopold Museums, im Bekanntenkreis erzählte, er mache eine Ausstellung zu Victor Hugo, erntete er die erstaunte Frage: Was, der hat auch gemalt? Ja, hat er, und zwar ganz ausgezeichnet und mit verblüffender Erfindungskraft. In Frankreich ist Victor Hugo ein kulturelles Nationalheiligtum. Der Theaterautor, Theoretiker, Lyriker und auch Politiker wurde in einem Ehrengrab im Pantheon beigesetzt. Auf einem der schönsten Stadtplätze der Welt, dem Pariser Place des Vosges, wird in einer seiner Wohnungen ein viel besuchtes Museum betrieben. Selbst literaturferne Menschen kennen von Hugo den "Glöckner von Notre-Dame" oder "Les Misérables", ob in zahlreichen Verfilmungen oder als Musical. Was weniger bekannt ist von Victor Hugo, ist seine Begabung als bildender Künstler - auch wenn er sich selbst nicht als solcher sah. Das Leopold Museum hat nun - eine Idee des Direktors Hans-Peter Wipplinger - eine Schau zusammengetragen, die mit 55 Ar beiten einen sehenswerten Ausschnitt aus dem rund 3500 Werke umfassenden Œuvre von Victor Hugo bietet.

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