Kultur

Berlinale startet mit "Django" und politischen Botschaften

Die 67. Berlinale ist eröffnet. Als erster Film wurde am Donnerstagabend im Berliner Festivalpalast die Weltpremiere des Künstlerporträts "Django" gezeigt. Der Film von Etienne Comar handelt vom Schicksal des französischen Jazz-Gitarristen Django Reinhardt und seiner Flucht aus dem von Deutschland besetzten Paris im Jahr 1943.

 SN/APA/AFP/TOBIAS SCHWARZ

Nach der Premiere sagte Comar, dass "Django" nach all den Jahren in Berlin spielen dürfe, sei ein Zeichen der Versöhnung. Der Film war der erste von 18 Kandidaten, die um den Hauptpreis, den Goldenen Bären, konkurrieren. Jurypräsident ist dieses Jahr der niederländische Regisseur Paul Verhoeven ("Basic Instinct", "Elle").  

In der von Anke Engelke moderierten Eröffnungsgala gab es diesmal besonders viele politische Botschaften und einige Anspielungen auf den neuen US-Präsidenten Donald Trump. Kulturstaatsministerin Monika Grütters würdigte die Berlinale als "Fest der Kunstfreiheit". Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller kritisierte Trumps Plan, eine Mauer zwischen Mexiko und den USA zu bauen.   

Auf dem roten Teppich war es voll, viele Prominente kamen. Darunter waren Schauspieler wie Mario Adorf, Henry Hübchen, Tom Schilling, Iris Berben, Senta Berger, Heike Makatsch und Maria Schrader. Die Regisseure Wim Wenders, Andreas Dresen und Volker Schlöndorff waren ebenso unter den 1600 Gala-Gästen wie Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng, Musiker Herbert Grönemeyer und Model Toni Garrn.

Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin werden bis zum 19. Februar rund 400 Filme aus aller Welt gezeigt. Stars wie Robert Pattinson, Hugh Jackman und Catherine Deneuve sind angekündigt.

(S E R V I C E - Die Berlinale läuft bis zum 19. Februar. www.berlinale.de)

Quelle: Apa/Ag.

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