Bildende Kunst

Per Kirkeby in der Kunsthalle Krems

Es hätte eine Geburtstagsausstellung zum 80er werden sollen, nun ist es eine Gedenkausstellung geworden.

Per Kirkeby : „Chac'erne mister orienteringen på grund af det gronne, den nye hovedfarve“ in der Kunsthalle Krems  SN/kunsthalle krems/per kirkeby estate courtesy galerie michael werner, märkisch wilmersdorf, köln & new york/lothar schnepf
Per Kirkeby : „Chac'erne mister orienteringen på grund af det gronne, den nye hovedfarve“ in der Kunsthalle Krems

Dem im Mai verstorbenen dänischen Maler Per Kirkeby widmet die Kunsthalle Krems eine große, von Florian Steininger kuratierte Retrospektive. Die Eröffnung erfolgt am Samstagabend, die Personale läuft bis zum 10. Februar 2019. Die Ausstellung umfasst mehr als 100 für das Gesamtschaffen repräsentative Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen. Darunter sind dunkle Holzfaserbilder mit von spontan anmutender Gestik beschriebenen Kritzeleien, Abstraktion und Figuration verbindende, großformatige Landschaften und Gegenstände sowie malerische Aneignungen fremder Gemälde.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden massive, teils kolossale Bronzeplastiken, die menschliche Extremitäten, Leiber, Tore und Wände zu vermengen scheinen. Eine Backsteinskulptur Kirkebys befindet sich auf Dauer im Skulpturengarten des Kremser Minoritenklosters.

"Im Fokus seiner Kunst steht vor allem die Natur - als elementare Qualität, in reine Malerei übersetzt", charakterisiert Steininger, der Leiter der Kunsthalle Krems, das Schaffen Kirkebys. Dieser selbst wird in der Ausstellung zitiert mit einem Ausspruch über seine künstlerische Herangehensweise: "Ich hab schon viel kaputt gemacht, dass es echt besser wird. Was immer mich gestört hat, ist eine gewisse Art von Nettigkeit." Kirkebys Kunst sind mancherlei Attribute zuordenbar, "nett" ist wohl nicht darunter.

Außerdem präsentiert die Kunsthalle Krems erstmals eine künstlerische Position aus dem seit 2000 bestehenden "Artist in Residence"-Programm des Landes Niederösterreich, das bis Ende des Jahres 799 Gastkünstler aus 70 Ländern aller Kontinente beherbergt haben wird. Perrine Lacroix aus Lyon in Frankreich hat eine Rauminstallation entwickelt, die anhand von Fotos und Videos die Frage nach Abbildbarkeit der Wirklichkeit stellt, was thematisch von Repliken der Venus vom Galgenberg über Dokumentation von Baustellentätigkeit bis zu zeitgeschichtlichen Geschehnissen reicht. "Kontext(e)" lautet der Titel der Schau, die ebenfalls bis zum 10. Februar 2019 zu sehen sein wird.

Ausstellung: "Per Kirkeby" und "Perrine Lacroix. Kontext(e)", Kunsthalle Krems, bis bis 10. Februar 2019.

Quelle: APA

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