Kultur

Bruckner-Orchester-Chefdirigent Poschner in Linz angekommen

Mit einer eigens gebrandeten Straßenbahn ist Markus Poschner, neuer Chefdirigent des Linzer Bruckner Orchesters, am Montag zum offiziellen Amtsantritt ins Musiktheater am Volksgarten gefahren. "Jetzt geht's endlich los", verlieh er seiner sichtbaren Freude Ausdruck. Mit dabei waren neben dem Orchester auch Theaterintendant Hermann Schneider, Finanzchef Uwe Schmitz-Gielsdorf und einige Mitarbeiter.

Poschner kam mit eigens markierter Straßenbahn zur Probe.  SN/APA/ULRIKE INNTHALER
Poschner kam mit eigens markierter Straßenbahn zur Probe.

Bereits am Hauptplatz war der Andrang groß, Bläser und Perkussionisten des Orchesters spielten auf, Markus Poschner schüttelte Hände, nickte zu, verteilte Umarmungen und Küsschen, knipste auch selber in die Menge und schien Spaß an dem Spektakel zu haben. Schließlich fuhr die mit "Poschner trifft ein" beschriftete und dem Konterfei des Bayern versehene Bim vor. "Ich fahre nicht das erste Mal mit der Straßenbahn, aber das erste Mal mit dem ganzen Orchester", schmunzelte der Dirigent. Auch während der Fahrt wurde, wenngleich beengt, ein Stück zum Besten gegeben. Die 130 Musiker kenne er "natürlich alle - die Gesichter", nach den Namen dürfe man nicht fragen.

Er fühle sich wohl in Linz, als gebürtigem Münchner sei ihm die Landschaft vertraut und die Heimatstadt ein Stück näher, erzählte der 46-Jährige, der zuletzt Generalmusikdirektor in Bremen war. Mit einem Ruck hielt der Zug vor dem Musiktheater und die Karawane aus Theaterleuten, Orchestermitgliedern, Freunden und Medienvertretern zog zum Eingang. Auch hier gab es wieder ein Ständchen und tosenden Applaus, als Hausherr Schneider den "Neuen" im Foyer herzlich willkommen hieß.

"Ich habe die Vorfreude intensiv genossen, aber die Freude wird größer werden, wenn Markus Poschner mit uns hier arbeiten wird", streute Schneider seinem Partner bei der Strauss-Oper "Frau ohne Schatten" (Premiere: 30. September) Rosen. "Ich bin froh, dass ich Teil dieses Teams sein darf", revanchierte sich Poschner und betonte, dass man große Aufgaben vor sich habe. Mit seinem enthusiastischen "Lasst uns anfangen" entschwanden die beiden Herren zur Probe.

Quelle: APA

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