Kultur

Der Blick in die eigene Nazifamilie schmerzt

Schmerzhaft ist der Blick, den Friedemann Derschmidt wagt. Wenn's ums Vergessen und Verdrängen von Gräuel geht, wird es dann besonders heikel, wenn es sich um die eigene Familie dreht. Genau in deren Abgründe blickt Derschmidt. Dazu begann der 1967 in Salzburg geborene Künstler ein Experiment. Er hatte einen guten Anlass. Sein Urgroßvater war Heinrich Reichel, führender Rassenhygieniker und einer der Ersten, der die Rassenhygiene in Studienpläne einbaute. Viele Familienmitglieder Derschmidts waren - im Gegensatz zu seinem Urgroßvater - auch Mitglieder der NSDAP und auch Offiziere bei der SA und der SS. Derschmidt spürt den Verwicklungen in die nationalsozialistische Ideologie nach und fragt vor allem, wie es dabei mit einer möglichen "Vererbung" solcher Ideologien aussieht.

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