Kultur

Der Louvre ist im Sommer im Salzburg Museum zu Gast

Unter dem Titel "Art Royal" wird das Salzburg Museum im Sommer 80 Zeichnungen aus einer im Pariser Louvre befindlichen Sammlung präsentieren.

Hochleitner blickt auf ein tolles Jahr 2016 zurück.  SN/APA/BARBARA GINDL
Hochleitner blickt auf ein tolles Jahr 2016 zurück.

Die filigranen Blätter von Michelangelo, Raphael oder Rubens werden einer der Höhepunkte des heurigen Ausstellungsjahres werden, kündigte Museumsdirektor Martin Hochleitner am Dienstag an.

"Art Royal" ist ein Gegenbesuch: 2016 präsentierte der Louvre Werke aus der Barocksammlung des Salzburg Museums in Paris. Im Sommer werde die Zusammenarbeit mit der Leihgabe von Zeichnungen aus der Sammlung von Everhard Jabach (1618 - 1695) fortgesetzt.

Mit mehr als 878.000 Besuchern konnten die sieben unter dem Dach des Salzburg Museums firmierenden Häuser 2016 einen neuen Besucherrekord erzielen. Zu dem Zuwachs trugen unter anderem die Landesausstellung zum 200-Jahr-Jubiläum Salzburg bei Österreich mit 77.000 Besuchern sowie der Besucherrekord des Spielzeugmuseums bei. Rückgänge gab es im Festungsmuseum.

Neben "Art Royal" planen die Salzburger Museumsmacher unter dem Titel "Ich gehöre nirgends mehr hin!" eine Ausstellung zu Stefan Zweig. Die "Schachnovelle" als Zweigs letztes Werk ist Ausgangspunkt für die Schau, die sich dem Autor und seinem Werk ebenso widmet wie seiner Zeit in Salzburg. Die Serie zu aus Salzburg stammenden Künstlern wird mit einer Präsentation von Werken von Lois Renner fortgesetzt. Gezeigt werden Arbeiten, in denen der Künstler sich mit Salzburg beschäftigt. Ein weiteres Ausstellungsprojekt begibt sich auf Spurensuche nach einer Verbindung des Renaissancemalers Albrecht Altdorfer zu Salzburg.

Unter dem Titel "ÖsterreichBilder" werde man einen Dialog zwischen historischen Fotografien und zeitgenössischen Perspektiven eröffnen und einen Einblick in die fotografische Sammlung des Hauses geben, kündigte Hochleitner an. Die Schau begleitet ein Fotoprojekt, das einen umfassenden dokumentarischen Blick auf Österreich geben soll. Das Lutherjahr greift das Salzburg Museum mit einer Ausstellung "Reformation 500 - Salzburg und der Protestantismus" auf.

Neben der Planung neuer Ausstellungen beschäftigt die Museumsmacher die Neugestaltung des Festungsmuseums. Es ist mit mehr als 650.000 Gästen das besucherstärkste Haus des Salzburg Museums. Rund 750.000 Euro sind budgetiert, um die Schau neu zu gestalten. "Wir werden uns dabei stark am Konzept der Landesausstellung orientieren und die Geschichte über Orte, Personen und Ereignisse erzählen", sagte Hochleitner. Das Festungsmuseum wird sich auf das Thema "Salzburg im Mittelalter" konzentrieren. Bis Ende 2018 soll die neue Schau fertig sein - umgestaltet wird Raum für Raum, damit man ohne Schließtage auskomme, kündigte der Museumsdirektor an.

Konkreter werden langsam auch die Pläne für ein "Sound of Music"-Center im ehemaligen Barockmuseum beim Mirabellgarten. "Wir arbeiten intensiv an einem Konzept", sagte Chefkurator Peter Husty. Klar ist, dass das Haus revitalisiert und umgebaut werden muss. Auch wenn es noch kein Budget sowie keinen offiziellen Startschuss für die Realisierung gibt, ist Husty zuversichtlich, dass das "Sound of Music"-Center bis 2019 Gestalt annehmen könnte.

Quelle: APA

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