Kultur

"Der Mann aus dem Eis": Zähneputzen in der Jungsteinzeit

Im Drama "Der Mann aus dem Eis" spielt Jürgen Vogel den Gletschermann Ötzi.

Warum hat dieser Mensch eigentlich so saubere Zähne? Obwohl, wären kariöse Zähne überhaupt wahrscheinlich, schließlich enthielt die jungsteinzeitliche Kost ja noch keinen raffinierten Zucker? Eigentlich sind diese Fragen eine Gemeinheit, aber es hilft nichts, sie drängen sich in den Vordergrund, während sich auf der Leinwand Dramen abspielen: "Der Mann aus dem Eis" handelt von einem jungsteinzeitlichen Menschen, den Jürgen Vogel spielt, und der mit seiner Sippe in einem Sommer vor 5000 Jahren friedlich in den Ötztaler Alpen haust. Er geht auf die Jagd, die Frau (Susanne Wuest) webt, der Sohn vernäht Felle zu Kleidungsstücken, man trocknet Kräuter und rührt Brei, ganz so, wie Volksschüler es aus dem Freilichtmuseum kennen. Bis dann eines Tages drei Fremde von außerhalb kommen, morden, vergewaltigen und brandschatzen. Der Mann ist gerade auf Jagd, kann nur fassungslos aus der Ferne zusehen. Lediglich das Baby hat den Angriff überlebt, mit Milch der letzten Ziege kann der Mann es vor dem Hungertod bewahren, bevor er zu einem Rachefeldzug aufbricht. Da stellt sich natürlich die Frage: Bekommt so ein menschlicher Säugling nicht fürchterlich Durchfall von Ziegenmilch? Und wie ist das überhaupt mit dem Wickeln, unterwegs mit so einem jungsteinzeitlichen Baby?

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Aufgerufen am 21.06.2018 um 08:08 auf https://www.sn.at/kultur/der-mann-aus-dem-eis-zaehneputzen-in-der-jungsteinzeit-21415951