Kultur

Eine Frau sucht Heimat und findet Risse

Anna Kim durchleuchtet im neuen Roman die Not des Heimkehrens am Beispiel von Korea.

Die koreanische Wienerin Anna Kim untersucht ihre Wurzeln.  SN/suhrkamp verlag/werner geiger
Die koreanische Wienerin Anna Kim untersucht ihre Wurzeln.

"Ich bin eine Sprachinsel", sagt die 1977 in Daejeon in Südkorea geborene Schriftstellerin Anna Kim. Als Einjährige zog sie mit ihren koreanischen Eltern nach Westdeutschland und lebt seit 1983 in Wien, wo sie zur Schule ging und später Philosophie und Theaterwissenschaften studierte. Ihre Mutter spricht mit ihr ein vereinfachtes Koreanisch, durchsetzt mit deutschen Ausdrücken. "Die Idee, so zu sprechen wie alle, ist eine große Sehnsucht, die nie eingelöst werden kann - aber ich bin auch ein melancholischer Mensch", fügt Anna Kim lachend hinzu. "Andererseits ist es schön, dass Sehnsüchte nicht eingelöst werden, weil man sonst nie etwas anderes machen würde."

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