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Ein Dino als Haustier

Vom virtuellen Rummelplatz in den Jurassic Park: Wir haben die PSVR-Titel "Carnival Games VR" und "Robinson: The Journey" getestet.

Seit dem Release von PSVR erscheinen viele neue Spiele, die uns die virtuelle Realität erleben lassen. Zwei davon haben wir unter die Lupe genommen:

Carnival Games VR

Virtual Reality soll uns in fremde Welten teleportieren. Es soll uns die Möglichkeit geben, fantastische Dinge zu erleben und surreale Plätze zu erkunden - all das, wozu wir in der Wirklichkeit nicht in der Lage sind. Insofern mutet es anfangs doch etwas merkwürdig an, dass man in "Carnival Games VR" einen virtuellen Rummelplatz erforschen soll. Wer war noch nicht auf einem Kirtag?
In "Carnival Games VR" gibt es zwölf klassische Mini-Spiele, die man von Volksfesten kennt: Schießbuden, Körbe werfen, Geisterbahnen. Man kann Kletterwände erklimmen, Dartspielen, auf Zielscheiben feuern, Ringe werfen, Torten fangen und Bälle in Löcher rollen. "

Gesteuert wird mit den PlayStation Move Controllern. Und das ist wirklich großartig gelungen: Die Bewegungen werden ohne Zeitverzögerung erfasst und sauber umgesetzt. Optisch ist das Game dafür weniger ansprechend: Die Grafik ist schlicht, die Texturen sind verwaschen und die Animationen wirken infantil. Zudem kann man sich im Park nicht frei bewegen - man muss sich von einem Stand zum nächsten klicken. Hat man sich daran gewöhnt, ist das aber nicht weiter störend.
Trotz einiger Kritikpunkte schafft es "Carnival Games VR" einen zu fesseln und in die virtuelle Welt hineinzuziehen. Das liegt in erster Linie daran, dass die zwölf Spiele, die man nach und nach mit verdienten Tickets freischalten kann, abwechslungsreich und unterhaltsam sind. Zudem macht es Spaß, mit den Standbesitzern zu interagieren, Preise einzutüten, Items zu erwerben und den Highscore zu knacken. Kurzum: Eine VR-Erfahrung, die sich lohnt.

Info
Carnival Games VR
2K
USK: 6
PSVR




Robinson: The Journey

Gestrandet auf einem fremden Planeten: Nachdem sein Raumschiff, die Esmeralda, abgestürzt ist, erwacht Protagonist Robin in seiner Rettungskapsel auf dem Planeten Tyson III - ein mysteriöser Ort, der vollständig in der Zeit des Jura steckt, ein Lebensraum für riesige, prähistorische Echsen. Ein gigantischer Jurassic Park.
Inmitten dieser urzeitlichen VR-Welt muss Robin Nahrung finden und ein Camp aufbauen, um zu überleben. HIGS, ein schwebender Roboter, unterstützt ihn dabei. "Robinson: The Journey", entwickelt von Crytec, ist das bislang aufwendigste und pompöseste VR-Abenteuer. Und es ist eines der ersten Spiele dieser neuen Technologie, die es dem Spieler erlauben, sich frei zu bewegen.
Das ist anfangs gewöhnungsbedürftig und schlägt etwas auf den Magen. Deshalb haben die Macher die Bewegungen stark verlangsamt, alles wirkt träge. Auf diese Weise sollen Schwindel und Übelkeit eingedämmt werden. Per Analogstick lassen sich schnellere Richtungswechsel durchführen - auch das irritiert zu Beginn. Vermutlich gibt es einfach noch keine bessere technische Lösung. "

Optisch gehört das Game jedenfalls zu den bislang besten VR-Titeln. Wer diese Welt zum ersten Mal mit seinen Augen erlebt, kommt aus dem Staunen nicht mehr raus: Fliegen und überdimensionierte Libellen surren um einen herum. Am Himmel ziehen Flugsaurier ihre Kreise. Und haushohe Dinos stapfen durch den Urwald. Robin kann mit dem Terrain, den Pflanzen und den Kreaturen, denen er begegnet, interagieren. Laika, ein kleiner Dino, den er großgezogen hat, folgt ihm dabei auf Schritt und Tritt.

Auf seinem Weg durch das prähistorische Dickicht muss Robin klettern, Gegenstände bewegen, die Stromversorgung wiederherstellen und Vogelscheuchen bauen. Dazu hat er ein Multitool, das wie ein Move-Controller aussieht - leider wird das gesamte Spiel mit den DualShock-Controllern und nicht mit den Move-Controllern gespielt, obwohl es immer wieder Momente gibt, in denen man sich diese wünschen würde.
Erforschen, staunen, Rätsel lösen. Es gibt viele unterschiedliche Aufgaben, die "Robinson: The Journey" zu einer vergnüglichen Reise ins Dino-Zeitalter machen. Auch die Grafik ist toll. Nur die Steuerung ist noch nicht ausgereift. Aber VR steckt bekanntlich noch in den Kinderschuhen.

Info:
Robinson: The Journey
Crytec
USK: 12
PSVR

Quelle: SN

Aufgerufen am 23.09.2018 um 11:58 auf https://www.sn.at/kultur/film-tv/ein-dino-als-haustier-825616

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