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Hobbit: "Schlacht der fünf Heere" beendet Trilogie

Zweieinhalb Stunden dauert das Finale von Peter Jacksons Hobbit-Trilogie: Ein Schlachtengemälde mit Abschieden, Trennungen, Tränen und sehr viel Ehre.

Schwerter, Pferde, Abenteuer: 13 Jahre ist es her, dass das Weihnachtsfilmgeschäft zum ersten Mal von Elben, Hobbits und Zauberern bestimmt wurde, mit Peter Jacksons Verfilmung von J. R. R. Tolkiens "Der Herr der Ringe: Die Gefährten". Nach der Trilogie kam, wiederum in drei Teilen, Tolkiens Kinderbuch "Der kleine Hobbit", und insgesamt fünf Filme später ist nun endlich das Finale da, "Die Schlacht der Fünf Heere".

Immer noch ist der Hobbit Bilbo (Martin Freeman) mit einer Schar von Zwergen unterwegs zum Zwergenschatz im Einsamen Berg. Nachdem der Drache Smaug zu Beginn des Films die Seestadt Esgaroth zerstört hat, flüchten die Stadtbewohner zum Berg, in der Hoffnung, Entschädigung für ihre Verluste zu erhalten. Doch inzwischen ist der Zwergenkönig Thorin (Richard Armitage) angesichts des Goldes in einen Wahn aus Habsucht und Neid gekippt und will sich an keine Vereinbarungen mehr erinnern, während die hungernden Menschen draußen an den Hängen Zuflucht suchen, ein Elbenheer anrückt und aus dem Osten Horden von mordenden Orks heranrollen.

Zwischen diesen Fronten versuchen Einzelne zu vermitteln, darunter Bilbo, die in einen Zwerg verknallte Elbenkriegerin Tauriel (Evangeline Lilly) und ihr hochgewachsener Verehrer Legolas (Orlando Bloom). Unweigerlich jedoch mündet alles im Gemetzel: "Die Schlacht der Fünf Heere" ist ein verlust- und tränenreiches Finale, mit nicht enden wollenden Schlachten, Showdowns und Abschieden.

Gelungen oder nicht, im Grunde ist das irrelevant: Längst ist die Mittelerde-Folklore Wintertradition für eine ganze Generation, die Rauschebärte und Juwelen, die spitzen Elbenohren, die gestelzte Sprache und die gruseligen Orks gemahnen an heimelige Märchenabende. Dass Jackson aus jeder Szene noch einmal das Maximum herausholt, ist verankert in den Genen des Franchise, inklusive Überlänge und 3D-Aufschlag.

Wen die reaktionäre Moral, die fast ausschließlich männlichen Figuren und die Rassentrennung zwischen primitiven Ost-Orks, geldgierigen hakennasigen Zwergen und blonden Elben stört, geht hier ohnehin nicht ins Kino. Und wahre Fans wird wohl auch nicht kratzen, dass die Elbenkohorten und die Orkhorden offensichtlich rein computergeboren und die wenigen psychologisch interessanten Momente ins Endlose zerdehnt sind. Bei allem Verständnis für Weihnachtsbräuche: Das Ende von Jacksons Mittelerde-Phase war dringend fällig.

Film: Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere. Fantasy-Action. Neuseeland/Großbritannien/USA 2014. Regie: Peter Jackson. Mit Martin Freeman, Richard Armitage, Ian McKellen, Cate Blanchett, Orlando Bloom, Christopher Lee. Start: 10. 12.

(SN)

Aufgerufen am 21.05.2018 um 01:09 auf https://www.sn.at/kultur/film-tv/hobbit-schlacht-der-fuenf-heere-beendet-trilogie-2917690

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