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"Valentino Rossi - The Game": Fest im Sattel?

Bis der Arzt kommt: Mit dem "Dotore" die MotoGP-Saison dominieren und der jüngeren Konkurrenz den Kampf ansagen. "Valentino Rossi" im Pferdestärken-Test.

Ihm gehört die Startnummer 46: Rossi, der Superstar. Il Dotore. Der Italiener hat den Motorsport verändert wie kaum ein anderer Rennfahrer: den Fahrstil, die Physis, die Technik. Als er 1997 seinen ersten WM-Titel gewann, war er gerade einmal 18 Jahre alt. Knapp 20 Jahre später fährt er immer noch, hat mit seinen bislang neun WM-Titeln den Platz unter den MotoGP-Legenden längst sicher.

Wer sich ein bisschen so wie Valentino Rossi fühlen will, dem sei das offizielle Spiel zur MotoGP-Saison 2016 ans Herz gelegt. Spieler können darin ausgewählte Momente aus Rossis Karriere von 1996 bis 2015 erleben - also von den frühen Anfängen bis heute. 20 unterschiedliche Herausforderungen bietet die "Rossi Story". Dieses Jahr dreht sich bei MotoGP alles um den Rennprofi.

Über den Umfang kann man sich nicht beschweren: Neben allen Fahrern, Motorrädern und Strecken der Saison 2016 haben die Macher zusätzlich auch noch die MotoGP-Saison 2015 sowie die 500cc-, 250cc-, 125cc und 4 Stroke-Rennklassen mitgeliefert. Insgesamt stehen 291 Fahrer und 47 Strecken zur Auswahl - darunter auch 5 historische Kurse. Darüber hinaus gibt es neue Spielmodi rund um die Legende Rossi: Flat Track, Rally und Driften sorgen für Offroad-Action - und zwar nicht nur auf zwei sondern auch gleich auf vier Rädern, etwa bei einem Driftrennen in einem Ford Mustang GT. "

Insgesamt gibt es 15 verschiedene Online- und Offline-Spielmodi inklusive Karrieremodus und Split Screen für 2 Spieler. Dieses Paket ist also wirklich prall gefüllt. Umso ärgerlicher ist es, dass der Titel in Sachen Technik - wie schon in den Jahren zuvor - deutlich hinter der Konkurrenz zurückliegt. Die Grafik ist veraltet, die Kulissen wirken lieblos und das Gummiband-System nervt wie gewohnt. Durch diesen Effekt wird der Spieler, egal wie schlecht er fährt, nie völlig abgedrängt.

Das umfangreiche Angebot an Strecken ist zwar durchaus löblich. Wer aber bei den Strecken einen Blick neben die Asphaltstraße riskiert, ärgert sich anschließend über karge Natur und verwaschene Landstriche. Schade, denn viele Kurse hätten sich für optische Höhepunkte geradezu angeboten. Das Potenzial der PS4 wird auch in diesem Jahr nicht oder nur höchst selten ausgeschöpft. Auch die Licht- und Wettereffekte könnten besser sein. Insgesamt ist "Valentino Rossi - The Game" nur für hartgesottene Fans interessant. Alle anderen sollten warten und hoffen, dass die Macher im nächsten Jahr in die Gänge kommen und das Tempo erhöhen.

Info

Valentino Rossi - The Game (MotoGP 2016)
Bandai Namco Entertainment
USK: 0
PEGI: 3
PS4 (Test), Xbox 360 und PC

Quelle: SN

Aufgerufen am 19.09.2018 um 05:18 auf https://www.sn.at/kultur/film-tv/valentino-rossi-the-game-fest-im-sattel-1044154

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