Kultur

Fluxus-Hommage an Venus von Willendorf im NHM

Fluxus-Künstler Al Hansen war von der Venus von Willendorf geradezu besessen - fertigte der 1995 verstorbene US-Amerikaner doch im Laufe seines Lebens Tausende Abbildungen, denen die kleine, im Wiener Naturhistorischen Museum (NHM) ausgestellte Statue als Vorbild diente. Eine Auswahl aus dieser Fülle zeigt das NHM nun unter dem stimmigen Titel "Venus, Venus, Venus" - inmitten seiner Exponate.

Die Original-Venus im NHM.  SN/APA/HERBERT NEUBAUER
Die Original-Venus im NHM.

Unweit findet sich die kleine, aber wirkmächtige Inspirationsgeberin, die 1908 bei Ausgrabungen gefunden wurde und mit 29.500 Jahren aus der Altsteinzeit stammt. Sie zählt zu den bedeutendsten und bekanntesten archäologischen Funden der Welt.

Im zu ihr führenden Eiszeitgang sind indes die Werke Hansens in Schaukästen ausgestellt. Eine grundsätzliche, archaische Vorbildfigur hat der gebürtige New Yorker, der später nach Köln übersiedelte, dabei in unzähligen Materialversionen variiert. Und so hängen kopflose, wuchtige Weiblichkeiten als ausgerissene Collagen aus Silberpapier oder Filmstreifen, aus Tschickstummeln oder Streichhölzern zwischen den historischen Tierskeletten.

Dass Hansen seine teils skulpturalen, teils zweidimensionalen Arbeiten als Referenz an das ewig Weibliche begriffen hat, zeigen nicht zuletzt die einzelnen Titel wie She, Her, Clit oder Hers. Für die NHM-Schau hat man sich an den Sammlungen des Museums Moderner Kunst, der Galerie Christine König und der französischen LMV Collection bedient. Die Eröffnung findet am Abend statt, ausgestellt sind die Exponate bis 26. Juni.

Quelle: APA

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