Kultur

Helden des Pop live 2017: Das Jahr der Überlebenden

"Schon wieder ein Nachruf in der Zeitung", singt Sting. "Ich bin noch nicht tot", kontert Phil Collins. Was bringt das neue Konzertjahr?

2016 wird noch lang als das Jahr der großen Pop-Toten in Erinnerung bleiben. 2017 bietet die Chance für andere Vorzeichen. Auf den Open-Air-Bühnen könnte es ein Jahr für hartnäckige Pensionsverweigerer, totgeglaubte Rückkehrer, große Vergangenheitsbeschwörer und manchen würdigen Abschied werden.

Sting: "Schon wieder ein Nachruf in der Zeitung, noch einer auf der Liste der Gefallenen. Ein weiterer unserer Kameraden wurde abberufen" sang der 65-jährige britische Popstar auf seinem im November erschienenen Album. Der Song "50.000" ist als Hommage an die 2016 verstorbenen Popstars gedacht. Sting selbst meldete sich im Vorjahr mit seinem ersten Rockalbum seit mehr als einem Jahrzehnt zurück. Nun folgen konzertante Lebenszeichen: Am 11. Juli spielt Sting auf der Burg Clam.

Phil Collins: "Da kommt noch was" verspricht Phil Collins in der deutschen Ausgabe seiner Autobiografie. Das englische Original hingegen punktet mit schwarzem Humor: "Not Dead Yet" heißt die Autobiografie. Die dazugehörige Tour trägt den doppelbödigen Zusatz: "Live!" Fans müssen dafür vorerst allerdings nach Dublin, Köln, Paris oder London reisen.

Elton John: Nur bei Donald Trump wollte er um keinen Preis auftreten: Ansonsten lässt der Pop-Millionär zu seinem 70. Geburtstag zwischen Las Vegas und Stockholm kaum eine Tour-Station aus. In Österreich gibt es zwei Termine: Am 15. Juli im Klagenfurter Wörthersee-Stadion und tags darauf auf der Burg Clam.

Aerosmith: Nach beinahe fünf Jahrzehnten im harten Rockgeschäft stellt die Band heuer die Weichen für einen Abschied und sagt "Aero-Vederci, Baby!". Unter dem Motto gehen Steven Tyler, Joe Perry und Co. heuer auf große Farewell-Tournee in Europa (26. Mai, München, Königsplatz). Ob der Rücktritt von der großen Bühne allerdings nur heuer gefeiert wird, oder sich doch bis ins Jahr 2021 ziehen könnte, ließ Gitarrist Brad Whitford in einem Interview lieber offen.

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