Kultur

Indische Filme dürfen wieder in Pakistan laufen

Die pakistanische Regierung hat ein Vorführungsverbot für Filme aus dem Nachbarland Indien aufgehoben. Indische Produktionen hätten positive Auswirkungen auf die Filmindustrie in Pakistan, begründete Informationsministerin Marriyum Aurangzeb den Schritt in einer Stellungnahme am Sonntag.

Medienberichten zufolge kommt am Montag erstmals ein neu geschaffenes Gutachter-Komitee zusammen, das indische Filme auf anti-pakistanische Propaganda überprüfen soll, bevor sie im Nachbarland gezeigt werden dürfen. Nasar Khan von der Produktionsfirma Hum Films, die indische Filme zur Vorführung importiert, begrüßte die Aufhebung des Verbots. Das Unternehmen habe ein entsprechendes Zertifikat für den indischen Film "Kaabil" beantragt und hoffe, dieser werde am Montag freigegeben, sagte Khan.

Das Vorführungsverbot war im vergangenen Oktober nach Zusammenstößen der beiden Länder an der gemeinsamen Grenze verhängt worden. Extremisten hatten im September im umkämpften Kaschmirgebiet ein indisches Armeelager angegriffen und 18 Menschen getötet. Indien sagte, die Angreifer seien aus Pakistan gekommen - Pakistan wies das zurück.

Quelle: Apa/Dpa

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