Kultur

Jackie Kennedy bleibt kühl nach der Katastrophe

Sie wäscht sich das Blut aus dem Gesicht. Und sie beschließt, ihre Chaneljacke mit den Blutspritzern noch anzubehalten. Es werden Kameras da sein. Es wird nicht ohne Öffentlichkeit gehen. Also muss Jackie Kennedy das Beste machen aus der Aufmerksamkeit, die ihr die Welt nach dem Attentat auf ihren Mann John F. Kennedy zuwendet. Pablo Larraíns Film "Jackie" erzählt von der Woche nach dem Attentat von Dallas, von Jackies Ringen um Contenance, von Verzweiflung mit Alkohol, von der Unklarheit, wie nun vorzugehen sei: Unbedingt will sie mit den Kindern hinter dem Sarg gehen, die Anschlagsgefahr ist ihr egal, es geht um die Geste. Jackie, jene US-Präsidentengattin, die als erste TV-Kameras in die Privaträume des Weißen Hauses eingeladen hat, und die als ehemalige Journalistin das Spiel der Medien beherrscht, behält trotz Verzagtheit die Oberhand. Sie lädt einen Journalisten ein, um ein Interview zu geben. "Dass ich Ihre Geschichte redigieren werde, ist klar", unterbricht sie eine seiner Fragen, beherrscht und kühl.

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