Kino

15. VIS - "Ugly" ist Trumpf: Animationsfilm holt zwei Preise

Die Computerspielästhetik erwies sich als Erfolgsrezept beim heute, Montag, endenden Kurzfilmfestival Vienna Shorts (VIS). So konnte sich das zwölfminütige Animationswerk "Ugly" aus Deutschland gleich zwei Hauptpreise sichern. Und bester österreichischer Film wurde bei der Preisverleihung im Metro Kinokulturhaus die Onlineperformance "Operation Jane Walk" von Leonhard Müllner und Robin Klengel.

Der Animationsfilm "Ugly" aus Deutschland gewann zwei Preis SN/APA (VIS)
Der Animationsfilm "Ugly" aus Deutschland gewann zwei Preis

"Ugly" von Regisseur Nikita Diakur zelebriere "im apokalyptischen Wirrwarr eine Ästhetik des Fehlerhaften", hieß es. Die Jury lobte Formensprache und Erzähltalent des Künstlers, wofür es nicht nur den mit 2.000 Euro dotierten ASIFA Austria Award in der Sparte "Animation Avantgarde" gab, sondern auch den Sieg in der Animationssektion bei den "Preisen der Jury". Damit steht der Film dank des "Oscar Qualifying Status" von VIS nun auf der Longlist für einen Kurzfilm-Oscar 2019.

Auch als bester österreichischer Film wurde mit der Onlineperformance "Operation Jane Walk" ein Werk mit starker Computeraffinität gekürt. Die beiden Filmemacher Müllner und Klengel haben dafür ein Shooterspiel zur Stadtbesichtigung eines postapokalyptischen New Yorks verfremdet und können sich nun über 5.000 Euro in Form von Geld respektive eines Postproduktionsgutscheins freuen. Die mit 4.000 Euro dotierte Sparte "Bester Kurzspielfilm des Festivals" ging hingegen an die portugiesische Produktion "Miragem Meus Putos" von Diogo Baldaia. Das Jugendporträt zeuge "von der Unermesslichkeit der Wunder", so die Jury in ihrer Begründung.

Wie "Ugly" Oscar-Chancen hat nun auch Ryan McKennas Sound-Footage-Arbeit "Voces del Secuestro" (Voices of Kidnapping) durch den Sieg bei den Preisen der Jury in der Sparte Kurzdokumentarfilm, was auch für Jeremy Comtes Kurzspielfilm "Fauve" gilt. Eine einmonatige Residenz im Museumsquartier inklusive 1.050 Euro erhielt für den Sieg im erstmals abgehaltenen Wettbewerb zur Virtuellen Realität Alla Kovgan für "Devil's Lungs".

Als beste Regisseurin wurde Amanda Nell Eu aus Malaysia für ihre Coming-of-Age-Geschichte "Lagi Senang Jaga Sekandang Lembu" (It's Easier to Raise Cattle) prämiert und kann nun 1.000 Euro mit nach Hause nehmen. Die Österreicherin Michaela Taschek ("Doppelgänger") kann sich hingegen beste Newcomerin nennen, wofür es 2.000 Euro als Geldbetrag und 1.000 Euro als Postproduktionsgutschein gab. Und neben weiteren Würdigung ging der erstmals verliehene ORF.at-Publikumspreis mit 500 Euro und einer Präsenz auf ORF-Online an Fabian Langs "Supernaked".

Quelle: APA

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