Kino

"Angelo": Ein Leben lang im Schaukasten stehen

Der Film "Angelo" schildert, wie ein schwarzer Mann im Wien des 18. Jahrhunderts angeschaut wurde.

Als Kind wurde er geraubt, als Sklave nach Europa gebracht und auf den Namen "Angelo" getauft. Später wurde Angelo Soliman dem Fürsten von Lobkowitz geschenkt, wurde in Wien Kammerdiener, Prinzenerzieher, Freimaurer, heiratete und bekam eine Tochter. Und, entsetzlichstes Detail einer bewegten Biografie, nach seinem Tod wurde sein Leichnam präpariert und im Naturhistorischen Museum ausgestellt: Der berühmteste schwarze Österreicher Angelo Soliman war Zeit seines Lebens Projektionsfläche für weiße Fantasien. Regisseur Markus Schleinzer setzt die Perspektive in seinem Film "Angelo" fort - denn es sei die aufrichtigere: "Ich behaupte gar nicht erst, mich in ihn hineinversetzen zu können."

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