Kino

Diagonale 2020: Eröffnung mit "Der schönste Platz auf Erden"

Die Diagonale 2020 eröffnet am 24. März um 19.30 Uhr in der Grazer Helmut-List-Halle mit der Uraufführung der Doku "Der schönste Platz auf Erden" von Elke Groen. Dies gaben die Intendanten Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber am Donnerstag bei der Programm-Preview bekannt. Das Festival des österreichischen Films zeigt rund 120 Streifen, wobei die Auswahl noch nicht ganz abgeschlossen ist.

Peter Schernhuber und Sebastian Höglinger präsentierten Programm SN/APA/ERWIN SCHERIAU
Peter Schernhuber und Sebastian Höglinger präsentierten Programm

Die 23. Auflage des Filmfestivals zeigt in etlichen Grazer Kinos vom 24. bis zum 29. März neben aktuellen Streifen in den Bereichen Spiel-, Dokumentar-, Kurz-, Animations- und Experimentalfilm auch einige Specials. In der Reihe "Zur Person" ist heuer Jessica Hausner im Mittelpunkt. Die 22 Filme von "Sehnsucht 2020 - Eine kleine Stadterzählung" sind ein gemeinsames Special von Diagonale, Filmarchiv Austria, Österreichischem Filmmuseum und ORF-Archiv. Gezeigt werden Bekannte zum Thema wie Michael Glawoggers "Megacities", Spielfilme wie "Nordrand von Barbara Albert" oder nicht oft gezeigte Filme wie "Losgelassen - Jugend in Graz" aus dem Jahr 1986 von Rene Brueger.

Der Grazer Kulturstadtrat Günter Riegler (ÖVP) sagte beim Preview, dass die Früchte der Diagonale ja immer zu großen Ehren kämen, wie etwa bei "Der Boden unter den Füßen". Graz selbst sei ein fruchtbarer Boden fürs Filmemachen. "Der Filmfrühling in Graz geht bald los", kündigte Intendant Schernhuber an. Der österreichische Film schöpfe sein Potenzial aus einem "wahnsinnig großen Facettenreichtum". Höglinger sagte, "der schönste Platz auf Erden "kann vieles sein. Ein kleines Häuschen am Meer, eine mittlerweile tschik-freie Bar, das Schubert-Kino oder auch die List-Halle, das größte Kino Österreichs", spielte der Intendant auf den Eröffnungsfilm an.

Eröffnet wird die Diagonale mit dem spannenden Porträt des kleinstädtischen Mikrokosmos Pinkafeld im Burgenland - "ein kommunaler Melting Pot in einer globalisierten Welt", wie es bei der Präsentation hieß. Die Doku beginnt im Jahr 2016, als der derzeit bekannteste Pinkafelder, FPÖ-Chef Norbert Hofer, bei der Bundespräsidenten-Wahl kandidiert. Drei Jahre lang "lauscht" Groen mit der Kamera den Pinkafeldern zu unterschiedlichsten Gelegenheiten und zeichnet ein perspektivisch reiches Bild zum schönsten Platz auf Erden. "Bilder, die niemals vorführen", konstatierte Höglinger.

Die Jessica Hausner gewidmete Personale geht von ihrem aktuellen Film "Little Joe" aus, der 2019 als einziger österreichischer Beitrag im Wettbewerb der Filmfestspiele in Cannes vertreten war. Gezeigt wird eine Gesamtretrospektive von Hausners Schaffen - sie schuf auch einmal einen Diagonale-Trailer - inklusive der Wiederentdeckung einer frühen studentischen Arbeit. Der heurige Diagonale-Trailer wird übrigens von der Videokünstlerin und Filmemacherin Jennifer Mattes gestaltet.

Die Reihe "Zur Person" und das historische Special verknüpft die Programmschiene "In Referenz" über Protagonisten und korrespondierende Filmarbeiten. So trifft Jessica Hausner auf Maya Deren, Alexander Hammid und Teiji Ito auf Martina Kudlacek, Marie Menken auf Deborah Stratman. Im Rahmen von "In Referenz" gibt es am 27. März im Stefaniensaal ein Festkonzert - in Kooperation von Diagonale, Musikverein Steiermark und Filmmuseum zum Thema Menschenrechte im Zeichen zeitgeschichtlicher Jubiläen wie 75 Jahre Ende des Zeiten Weltkriegs, 65 Jahre Staatsvertrag, 25 Jahre EU-Beitritt Österreichs. Zwischen den Musikstücken laufen kurz Filmbeiträge, die die Ereignisse "fragmentarisch" begleiten.

Quelle: APA

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