Kino

"Frau im Dunkeln" räumte bei Spirit Awards ab

Kurz vor der Oscar-Verleihung hat "Frau im Dunkeln" (Original: "The Lost Daughter") von Maggie Gyllenhaal bei den Spirit Awards triumphiert. Der auf einem Buch von Elena Ferrante basierende Film heimste am Sonntag in Hollywood den Preis für den besten Film und das beste Drehbuch ein. Zudem erhielt Gyllenhaal, die bisher vor allem als Schauspielerin unter anderem aus Christopher Nolans "The Dark Knight" bekannt ist, die Auszeichnung für die beste Regie.

Gyllenhaal war bisher vor allem als Schauspielerin bekannt SN/APA/AFP/FREDERIC J. BROWN
Gyllenhaal war bisher vor allem als Schauspielerin bekannt

"Mein Film spricht eine ungewöhnliche Sprache - es ist die Sprache der Gedanken von Frauen", sagte Gyllenhaal bei der glanzvollen Preisverleihung in Santa Monica unweit von Los Angeles. Sie widme ihren Preis "allen Frauen im Filmgeschäft".

Zahlreiche Stars haben bei der Verleihung des Kriegs in der Ukraine gedacht. "Heute stehen wir an der Seite der Menschen in der Ukraine", sagte Schauspielerin Kristen Stewart. "Wir stehen für die Hunderttausende Flüchtlinge, die vor diesem Krieg fliehen." Die Moderatoren der Gala, das Schauspieler-Paar Megan Mullally und Nick Offerman, schickten den vom Krieg in der Ukraine "und allen ungerechten Konflikten in der Welt" betroffenen Menschen ihre "besten Wünsche". "Ich denke, dass wir für alle hier sprechen, wenn wir sagen, dass wir auf eine rasche und friedliche Lösung hoffen."

Die Spirit Awards widmen sich vor allem Filmen mit kleinerem Budget. Sie sind einer der wichtigen Gradmesser in Hollywoods Preisverleihungs-Reigen, der Ende des Monats seinen krönenden Abschluss mit den Oscars findet. Frühere Siegerfilme wie "Moonlight", "Birdman" und "12 Years a Slave" holten jeweils auch den Oscar als bester Film. Dabei ist "Frau im Dunkeln" in drei Kategorien nominiert. Unter anderem kann sich Olivia Colman Hoffnungen auf den Oscar als beste Schauspielerin machen. Sie spielt eine von ihren Kindern entfremdete Mutter, die sich deshalb infrage stellt.

Die 94. Oscar-Verleihung findet am 27. März im Dolby Theatre in Hollywood statt. Nach drei Jahren ohne Moderator führen dieses Jahr die Komikerinnen Amy Schumer, Wanda Sykes und Regina Hall durch den Abend. Der Western "The Power of the Dog" von Regisseurin Jane Campion zieht mit den meisten Nominierungen in das Oscar-Finale.

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