Kino

So nah am Papst wie nie zuvor

Wim Wenders hat den Papst getroffen. Ist es der Mann, das Amt oder das Paradoxon, was an dieser Figur fasziniert?

Viele der Fragen, die Wim Wenders zu seinem neuen Film gestellt bekommt, zielen in dieselbe Richtung: "Was haben diese Begegnungen mit Ihnen gemacht?" und: "Umgibt ihn etwas Besonderes?".

Für "Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes" (ab Freitag im Kino), das kein Dokumentarfilm im eigentlichen Sinne ist, hat der deutsche Regisseur Wenders nämlich den Papst selbst getroffen, eine Figur, die von Amts wegen ein Geheimnis umgibt: In ihm sollen sich Gott und Menschheit zusammenfinden, dabei ist er eben auch eine Person mit Bedürfnissen, Begehrlichkeiten und gelegentlich Hühneraugen. Genau dieses Paradoxon ist es, das den Papst so oft zur faszinierenden Filmfigur gemacht hat, zuletzt bei der Serie "The Young Pope" mit einem machtgierigen Jude Law, in "Habemus Papam" mit Michel Piccoli, der das Amt gar nicht will, oder in "Die Päpstin", in der Johanna Wokalek mit Tonsur und klarem Blick den Vatikan aufzuräumen versucht.

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