Kultur

Krim-Museen legen im Streit um Goldschatz Berufung ein

Im Streit um die Rückgabe eines 2.000 Jahre alten Goldschatzes haben vier Museen der Schwarzmeerhalbinsel Krim Berufung bei einem niederländischen Gericht eingelegt. Das sagte die Anwältin der Museen, Anastasija Siwizkaja, der Agentur Interfax am Mittwoch in Moskau. Über den weiteren Ablauf in dem Fall müsse das Berufungsgericht entscheiden.

Bis zu einer endgültigen Entscheidung könnten nach Ansicht von Experten bis zu fünf Jahre vergehen. Der mehrere hundert Stücke umfassende Schatz war von Februar bis August 2014 in Amsterdam unter dem Titel "Die Krim: Gold und Geheimnisse des Schwarzen Meeres" ausgestellt worden. Der Streit um die Rückgabe war aufgekommen, nachdem sich Russland 2014 die ukrainische Halbinsel Krim unter scharfer internationaler Kritik einverleibt hatte.

Ein Richter in Amsterdam hatte im Dezember entschieden, dass die Gegenstände an die Ukraine zurückgegeben werden müssen. Zu den Prunkstücken gehören ein 2.400 Jahre alter Helm des Reitervolks der Skythen sowie 2.000 Jahre alte chinesische Lackkästchen der Han-Dynasie, filigrane Broschen und eine goldene Schwert-Scheide.

Quelle: Apa/Dpa

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