Kultur

Krippen erleichtern das Denken

Sind Krippen Kitsch? Im Leibniz-Jahr ist diese Vermutung zu entkräften. Der Philosoph hat derartige Modelle geschätzt, denn sie fördern die "Leichtigkeit des Denkens".

Details aus der Krippe in der St. Michaelskirche in Salzburg mit der Kulisse des Petersfriedhofs. SN/walter schweinöster
Details aus der Krippe in der St. Michaelskirche in Salzburg mit der Kulisse des Petersfriedhofs.

Gottfried Wilhelm Leibniz hätte möglicherweise Freude an der Krippe in der Salzburger Michaelskirche. Zwar passen der Philosoph und das Kripperlbauen und -schauen auf den ersten Blick weder zeitlich noch inhaltlich zueinander. Leibniz lebte im 17. Jahrhundert in Leipzig und Hannover, er gilt als Vordenker der Aufklärung und als Wegbereiter der strukturiert betriebenen Wissenschaften. Hingegen sind jene Krippen, wie sie im alpinen bäuerlichen Milieu geschnitzt und gebaut werden und derzeit in vielen Ausstellungen - sei's am Rande des Salzburger Christkindlmarkts oder in der Sonderschau im Linzer Schlossmuseum - zu sehen sind, vor allem seit dem 19. Jahrhundert populär.

Weiterlesen wenn Sie mehr wissen wollen

7 Tage lang kostenlos und unverbindlich.

Ihr 7-Tage-Test ist bereits abgelaufen. Lesen Sie jetzt weitere 30 Tage kostenlos.

Mehr Infos

Sie sind bereits Digitalabonnent?

Aufgerufen am 16.11.2018 um 07:26 auf https://www.sn.at/kultur/krippen-erleichtern-das-denken-592096