Kunst

15. Tiroler Festspiele Erl eröffnet

Mit Bruckners 5. Symphonie und einer Uraufführung des in Wien lebenden Komponisten Tristan Schulze sind Donnerstagabend die 15. Tiroler Festspiele Erl eröffnet worden.

15. Tiroler Festspiele Erl eröffnet SN/apa (leyrer, archiv)
Festspiele Erl heuer mit Wagner-Schwerpunkt.

Auch in diesem Jahr sei das Begriffspaar "Kunst und Krise" bestimmend, meinte Festspielpräsident Peter Haselsteiner in seiner Rede vor dem Publikum, es habe das Potenzial zu einer Serie zu werden. Die Krise sei nicht nur langanhaltend, sondern auch existenz- und wohlstandsvernichtend. Gerade deswegen sei es beachtlich, was hier geschafften wurde, lobte Landeshauptmann Günter Platter und spielte damit auf die bevorstehende Eröffnung des neuen 36 Mio. Euro teuren Festspielhauses an. Ebenso würdigte er Leiter Gustav Kuhn für das "stets hohe künstlerische" Niveau.

Für dieses sorgte dann der Maestro und sein Festspielorchester mit einer prachtvollen Wiedergabe von Anton Bruckners fünfter Symphonie, die das Publikum zu langem Applaus hinriss. Zuvor gab die Uraufführung des Konzertstücks für Alphorn, Orgel und Orchester von Tristan Schulze bereits einen vielversprechenden Start ab. Das Auftragswerk für die Tiroler Festspiele, das die klassische Sphäre mit alpinen Klängen verbindet und bei dem der Komponist selbst an der Orgel saß, wurde von Giuliano Betta dirigiert. Eine famose Leistung lieferte Arkady Shilkloper am Alphorn ab. Diese wurde auch vom Publikum mit gebührendem Beifall bedacht.

Eine Neuinszenierung von Wagners "Lohengrin" unter der musikalischen Leitung von Kuhn wird heute, Freitagabend, in Erl präsentiert. Neben einem Wagner-Schwerpunk stehen bis zum 29. Juli unter anderem Puccini, Beethoven, Orff und die Osttiroler Musicbanda Franui auf dem Programm.

Quelle: APA

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