Kunst

700 Jahre Karl IV.: Prager Ausstellung zeigt Tod des Kaisers

Eine Ausstellung in Prag nimmt die Trauer nach dem Tod des römisch-deutschen Kaisers und böhmischen Königs Karl IV. (1316-1378) in den Blick. Das tschechische Nationalmuseum will zeigen, was passiert, "wenn ein Kaiser stirbt", so der Titel der Schau. Bis 26. März 2017 erfahren die Besucher mehr über die religiösen Vorstellungen und die christliche Trauerkultur des Spätmittelalters in Mitteleuropa.

700 Jahre Karl IV.: Prager Ausstellung zeigt Tod des Kaisers SN/APA (AFP)/MICHAL CIZEK
Wandern auf historischen Wegen durch Prag.

Die Ausstellung ist Teil der Aktivitäten zum 700. Geburtsjahr des legendären Herrschers. Einen zentralen Platz nehmen die Trauerfeierlichkeiten ein, die auf den Tod Karls IV. an einer Lungenentzündung am Abend des 29. November 1378 folgten. Etwa 7.000 Menschen nahmen in Prag an einer Prozession teil, der 564 schwarz gekleidete Kerzenträger voranschritten, wie ein Chronist überlieferte.

Mit einer neuen Handy-App namens "Charles Go" sollen interessierte Museumsbesucher den Weg der Trauernden durch die Prager Altstadtgassen nachlaufen können. Im Moment gibt es eine Testversion zum Download.

Unter den Ausstellungsobjekten sind Textilreste aus dem Kaisergrab, ein spätgotischer Altar, liturgische Gegenstände und mittelalterliche Grabsteine. Wegen der laufenden Rekonstruktion des Hauptgebäudes ist die Schau im tschechischen Musikmuseum zu sehen.

Quelle: Apa/Dpa

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