Kunst

ARGEkultur: Open Mind Festival startet mit Uraufführung

Für sein Werk "Kein Stück über Syrien" erhielt Martin Gruber am Montag einen Nestroy-Theaterpreis. Sein neues Stück "Immersion. Wir verschwinden", eine Koproduktion des aktionstheater ensembles mit der ARGEkultur, eröffnet am Donnerstag das Open Mind Festival in Salzburg.

ARGEkultur: Open Mind Festival startet mit Uraufführung SN/argekultur
Open Mind Festival in der ARGEkultur.

"In dem Stück geht es um die Zu-kurz-Gekommenen oder um die vermeintlich Zu-kurz-Gekommenen. Dafür interessiere ich mich sehr. Es ist eine komische Tragödie. Wenn man am Theater ist, dann ist man eitel, aber man muss das auch reflektieren können", beschrieb Martin Gruber am Dienstag bei einem Pressegespräch das Stück. Mehr wollte er nicht verraten.

Das zehntägige Open Mind Festival steht unter dem Motto "AUSweg. Das wesentliche Nein". "Es geht um das Nein. Ein Nein ist ja gerade auf dem Wahlzettel sehr en vogue, in Wahrheit verlangt es aber sehr viel Mut und Selbstbewusstsein im Kopf. Diesem Nein widmen wir uns nun", so Cornelia Anhaus, die Kuratorin des Festivals. Diese Beschäftigung findet in Salzburg ab Donnerstag in Form von Theater, Performance, Konzert, Diskussion und Filmen statt. Zu einigen Veranstaltungen gibt es auch begleitende Workshops.

Auch das Thema Flucht findet sich in einigen Veranstaltungen wieder. Den Start machen am 11. November die LGBTIQ Refugees, die Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersex Queer Refugees, mit einem Diskussions- und Filmabend. Dabei dreht es sich um Flucht auf Grund von sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität. Es diskutieren Aktivisten mit Betroffenen und Politikern, unter anderem mit Salzburgs Vize-Bürgermeisterin Anja Hagenauer. Am Folgetag gibt es dazu noch einen Workshop. Daran knüpft auch die Veranstaltung "Kein Stück Liebe" der Ich bin O.K Dance Company an, eine mediale Aufarbeitung der Flüchtlingsdiskussion in Form von Tanz. Elf Tänzer mit und ohne Behinderung und zwei Asylwerber verhandeln mit zeitgenössischem Tanz und Hip-Hop das aktuelle Weltgeschehen.

Am 14. November diskutieren Philosophie-Shootingstar Srecko Horvat und Robert Misik "Das Ende des Kapitalismus?!". Außerdem gibt am 17. November Paul Plut ein Konzert im Salon, das unter dem Titel "Lieder vom Tanzen und Sterben" Einblicke in sein Debütalbum gibt. Am 19. November findet eine Lesung der Feministin Laurie Penny statt, die über "Unspeakable Things - Sex, Lies and Revolution" spricht. Im Anschluss daran gibt es außerdem eine Diskussion.

Quelle: APA

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