Kunst

Caravaggio zugeschriebene Werke entdeckt

Etwa 100 unbekannte Zeichnungen und Gemälde, die dem jungen Maler Caravaggio zugeschrieben werden, sind in Italien aufgetaucht. Der Wert der Zeichnungen wird auf 700 Mio. Euro geschätzt.

Caravaggio zugeschriebene Werke entdeckt SN/apa (epa)
Eine der seltenen Zeichnungen Caravaggios.

Die Arbeiten wurden im Nachlass Peterzanos gefunden und befinden sich im Castello Sforzesco, einem Mailänder Schloss, das mehrere Museen und Ausstellungsräume beherbergt. Kunsthistoriker haben den Nachlass und verschiedene Mailänder Kirchen durchkämmt und sind durch Vergleiche zu dem Schluss gekommen, dass es sich in der Tat um frühe Werke Caravaggios handle.

Die Experten identifizierten ein "geometrisches Regelwerk" in den Zeichnungen, eine Art künstlerische DNA, die jeder Maler besitze. Zudem seien verschiedene Motive - etwa Kopfstudien - wiedererkennbar, die Caravaggio dann in späteren Gemälden wiederaufgegriffen habe. Erweisen sich die Zeichnungen tatsächlich als echt, wären sie von großer kunstgeschichtlicher Bedeutung, da Caravaggio als Maler bekannt ist, der "nie zeichnete". Es wurden auch handschriftliche Dokumente, wie ein angeblicher Protestbrief gefunden.

Die Echtheit wird allerdings von mehreren Kunsthistorikern angezweifelt. Angesichts der Flut von angeblichen Caravaggio-Funden seien weitere Überprüfungen unabdingbar.

(Dpa)

Aufgerufen am 22.04.2018 um 04:44 auf https://www.sn.at/kultur/kunst/caravaggio-zugeschriebene-werke-entdeckt-5954797

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