Kunst

"Dantons Tod" im Schauspielhaus: Unterschiedliche Ziele

Mit dem Drama "Dantons Tod" von Georg Büchner eröffnet das Schauspielhaus Salzburg die Saison - in einer eingedampften Version.

"Dantons Tod" im Schauspielhaus: Unterschiedliche Ziele SN/shs/ernst wukits
Kontrahenten der Revolution: Robespierre und Danton.

Wie Diskussionsplattformen bauen sich die durch Treppen verbundenen Spielplätze im Bühnenbild von Vincent Mesnaritsch für Georg Büchners Drama "Dantons Tod" im Schauspielhaus Salzburg auf. Treppauf, treppab marschieren die Revolutionäre, egal ob aufseiten Dantons oder Robespierres, wie mechanisch aufgezogene Puppen. Sie sprechen ihre Parolen je nachdem, mit zynisch gefährlicher Zurückhaltung oder mit leidenschaftlicher Emphase explodierend. Das ist, strukturell gesehen, kein schlechter Ansatz der Regisseurin Maya Fanke: das fatalistische Revolutions- als Gedankendrama. Er stößt nur einerseits immer wieder an das sprechtechnische Vermögen der Schauspieler (was sich im Verlauf der Aufführungsserie nach der freitägigen Premiere bessern mag), und er wirkt, je länger, je mehr, ermüdend und eintönig.

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