Kunst

Den Gefühlen wird es schwer gemacht

Salzburger Hochschulwochen über "Leidenschaften" - Während wir die Welt um uns als beherrschbares, funktionierendes Gebilde bauen, verbannen wir Gefühle ins Innere.

Den Gefühlen wird es schwer gemacht SN/salzburger hochschulwochen

Menschliches Leben wäre ohne Gefühle und Leidenschaft nicht möglich, und doch haben wir unsere Gefühle sonderbar gebannt. "Im Gefühl glaubt jeder, nur bei sich selbst zu sein", erläutert der Theaterindentant Ulrich Khuon am Mittwoch bei den Salzburger Hochschulwochen. Hingegen reduzierten wir die uns umgebende Welt auf Naturgesetze und auf erklärbares, beherrschbares Funktionieren. "Im Inneren fühlen wir und außen walten Mechanismen", stellt Ulrich Khuon fest und erinnert an den deutschen Philosophen Bernhard Waldenfels, demzufolge die Gefühle in der Moderne einen schweren Stand haben. Und doch sei das Leben ohne die Impulse von Leidenschaft und Gefühl, ausschließlich aus Wollen und Denken heraus nicht möglich.

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