Kunst

Die Bauten von Väterchen Stalin

Vor 25 Jahren zerfiel die UdSSR. Vor allem in Russland wird die Sowjetzeit heute gern verklärt. So verwundert es nicht, dass die repräsentative Architektur der Stalin-Ära hoch im Kurs steht.

In Moskau zählt ein Stadtspaziergang zu den Prunkbauten des sozialistischen Klassizismus zu den Highlights jedes touristischen Programms. Immerhin, die Zwölf-Millionen-Einwohner-Metropole würde heute ganz anders aussehen, hätte Josef Wissarionowitsch Stalin - wie viele Despoten - nicht vom Beginn bis zum Ende seiner drei Jahrzehnte währenden Herrschaft versucht, die Hauptstadt seines Reichs nach seinen Vorstellungen umzugestalten. Schon kurz nach dem Tod Lenins tat sich der neue Machthaber mit dem Vorschlag hervor, dem Staatsgründer eine 100 Meter hohe Statue zu widmen, die den geplanten Palast der Sowjets bekrönen sollte - jenes gewaltige Politik- und Kulturforum von 415 Metern Höhe, das anstelle der gesprengten Christus-Erlöser-Kathedrale als neues Zentrum Moskaus, ja der gesamten sozialistischen Welt gedacht war.

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