Kunst

Die politische Kraft des Theaters erwacht

Im Burgtheater wird vorgespielt, wie Spannungen der Integration beim Abendessen zu viert spürbar werden können.

Die politische Kraft des Theaters erwacht SN/APA/GEORG HOCHMUTH
Burgtheater.

"Was politisch relevant ist, sollte auch auf der Bühne stattfinden", sagt Regisseurin Tina Lanik, die am Burgtheater in Wien die österreichische Erstaufführung des Theaterstückes "Geächtet" von Ayad Akthar inszeniert. Morgen, Samstag, ist Premiere. "Unsere Zeit verlangt vom Theater eine unmissverständliche Haltung, die Auseinandersetzung mit den gesellschaftspolitischen Themen, die uns alle umtreiben." Es sei ein positives Signal, dass die sonst oft schwerfälligen Bühnen so vielfältig auf Flüchtlingsthematik und Migrationsprobleme reagierten. "Mir scheint, auch das Publikum sehnt sich danach, im Theater wieder den Ort für relevante Fragen und Diskurse zu finden." Die Wahrhaftigkeit, die vom Theater ausgehen könne, werde umso bedeutsamer, je mehr sich in der Politik die Lügen durchsetzten - ohne Konsequenzen, wie das Beispiel Trump zeige.

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