Kunst

Donauland-Sachbuchpreis 2016 geht an Erhard Busek

Erhard Busek erhält den Donauland-Sachbuchpreis 2016. Die seit 1975 verliehene Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert und wird dem einstigen ÖVP-Vizekanzler am 27. August im Rahmen des Forum Alpbach verliehen. Unter den bisherigen Preisträgern finden sich klingende Namen wie Konrad Lorenz (1975), Bruno Kreisky (1987), Nikolaus Harnoncourt (2000) oder Alice Schwarzer (2004).

Donauland-Sachbuchpreis 2016 geht an Erhard Busek SN/APA/GEORG HOCHMUTH
Busek wird als unbequem, nicht blauäugig und zudem humorvoll gelobt.

Der einstige Präsident des Europäischen Forum Alpbach (2000 bis 2012) und jetzige Präsident des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa wird als außergewöhnliche Persönlichkeit geehrt, die in keine Schablone passe und jede Konvention sprenge, so die Organisatoren am Montag in einer Aussendung. "Schon früh zog es Erhard Busek in die Politik, wo er sich bald als bunter Vogel erwies und entsprechend für Irritationen unter den Parteikollegen sorgte. Doch Mainstream war noch nie sein Ding, und sein Talent, mit seinen Ideen seiner Zeit jeweils voraus zu sein, brachte ihm damals manchen Ärger ein. Und heute gereicht es ihm zur Ehre", heißt es über den 75-jährigen Wiener.

Für allem sein Engagement in der Umweltpolitik und gegen Fremdenfeindlichkeit, für die Integration Mittel- und Osteuropas und die europäische Einigung seien ihm hoch anzurechnen. "Dabei ist er kein blauäugiger Gutmensch, im Gegenteil, viele seiner Weggeführten werden es bestätigen: Er ist mit seinen Überzeugungen oft sehr unbequem."

Diese Fähigkeiten und sein großer Humor zeichne auch sein literarisches Schaffen aus. Dies reicht von "Eine Seele für Europa. Aufgaben für einen Kontinent" (2008) über "Was haben wir falsch gemacht?" (2010) bis zu "Republik im Umbruch" (2016).

Quelle: APA

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